Swiss nimmt im kommenden Winterflugplan 2026/27 Bengaluru als neues Langstreckenziel auf. Die Fluggesellschaft wird die südindische Metropole fünfmal wöchentlich ab Zürich anfliegen, wie Swiss mitteilte. Bengaluru ist damit das dritte Indien-Ziel der Airline nach Delhi und Mumbai. Damit erfüllt sich, was die Airline zuletzt als mögliche neue Langstreckendestination mit Fokus auf Asien geprüft hatte.
Der neue Flug LX 140 hebt in Zürich täglich außer montags und mittwochs um 13:20 Uhr ab und landet gegen 02:55 Uhr Ortszeit in Bengaluru. Der Rückflug LX 141 startet täglich außer dienstags und donnerstags um 04:50 Uhr und erreicht Zürich um 10:50 Uhr.
Swiss-Chef Jens Fehlinger begründete die Aufnahme der Strecke mit der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt. Bengaluru habe sich zu einem bedeutenden Technologie- und Innovationszentrum entwickelt, in dem zahlreiche europäische Unternehmen präsent seien. Die Route richte sich vor allem an Geschäftsreisende, die eine Direktverbindung zu dem Technologiezentrum nachfragen.
Der Ausbau des Indien-Geschäfts hat im Lufthansa-Konzern zuletzt an Bedeutung gewonnen: Lufthansa und Air India hatten eine engere Zusammenarbeit auf Europa-Indien-Routen vereinbart.
A350 kommt auf Johannesburg und Shanghai
Gleichzeitig weitet Swiss den Einsatz ihrer neuen Airbus-A350-Flotte aus.
Die Maschinen werden ab dem kommenden Winterflugplan auf der Strecke Zürich–Johannesburg eingesetzt; die Zürich–Shanghai-Verbindung erhält die A350 bereits ab September. Damit folgen Johannesburg und Shanghai auf Boston und Seoul, die bereits mit der A350 bedient werden.
Swiss erwartet bis Ende des Jahres insgesamt fünf A350 in ihrer Flotte.
Berlin, Hamburg und Pristina gestrichen
Auf der anderen Seite müssen Reisende ab Genf auf einige Verbindungen verzichten. Berlin, Hamburg und Pristina werden im Winterflugplan 2026/27 nicht mehr ab Genf bedient.
Als Grund nannte Swiss die anhaltend eingeschränkte Verfügbarkeit von Flugzeug- und Triebwerksteilen für ihre Airbus-A220-Flotte – dieselbe Problematik, die die Airline bereits im Sommer zu mehr als 300 Streichungen gezwungen hatte. Durch die Anpassungen soll die Einsatzplanung der Flotte stabilisiert werden.
Ab Genf bietet Swiss künftig 15 Kurzstreckenziele sowie die Langstreckenverbindung nach New York an.