Der französische Triebwerkshersteller Safran hat nach einem Gewinn im ersten Halbjahr, der die Erwartungen übertraf, gemeinsam mit seinem Partner GE Aerospace seine Finanzziele angehoben. Das teilte das Unternehmen mit.
Safran zählt zu den weltweit größten Anbietern von Luftfahrtausrüstung und ist zusammen mit GE Mitinhaber des Triebwerks-Gemeinschaftsunternehmens CFM. Die starke Nachfrage nach Ersatzteilen trug nach Unternehmensangaben zu einer operativen Rekordmarge von 18,4 Prozent im ersten Halbjahr bei.
CFM ist nach Stückzahlen der weltweit größte Triebwerkshersteller und verdient hohe Wartungsgewinne mit dem Triebwerk CFM56, das trotz der Ablösung durch das neuere Leap-Triebwerk für aktuelle Schmalrumpfjets weiterhin Tausende Flugzeuge antreibt.
Der bereinigte operative Gewinn von Safran stieg im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro, der Umsatz um 19 Prozent auf 17,57 Milliarden Euro. Die vielbeachteten Ersatzteilverkäufe für zivile Triebwerke legten in Dollar gerechnet um 27,9 Prozent zu.
Analysten von den Zahlen überrascht
Analysten hatten im Schnitt mit einem bereinigten operativen Gewinn von 3,06 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 17,47 Milliarden Euro gerechnet.
Die Kernsparte Propulsion, auf die gut die Hälfte des Konzernumsatzes entfällt, verzeichnete einen Gewinnanstieg von 28 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro. Der Bereich "Equipment & Defense" wuchs um 29 Prozent auf 907 Millionen Euro.
Die Sparte Aircraft Interiors setzte ihre schrittweise Erholung fort und steigerte den Gewinn von 27 Millionen Euro auf 54 Millionen Euro.
Optimistischerer Ausblick für das Gesamtjahr
Safran hob sein Ziel für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr auf den mittleren Zehnerprozentbereich an, nach zuvor dem unteren bis mittleren Zehnerprozentbereich. Zudem stellte der Konzern für das Gesamtjahr einen operativen Gewinn von 6,4 bis 6,5 Milliarden Euro in Aussicht, nach zuvor 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro. Die Wachstumsprognose für die Auslieferungen des Leap-Triebwerks hob Safran auf den oberen Zehnerprozentbereich an, nach zuvor 15 Prozent.
GE Aerospace hatte bereits vergangene Woche seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 angehoben, getrieben von der Nachfrage nach Triebwerksdienstleistungen und -ausrüstung.