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Qatar Airways will Berlin wieder anfliegen – Sparmaßnahmen auf breiter Front, © Flughafen Berlin-Brandenburg
Qatar Airways, Air Baltic, British Airways und weitere Flugzeuge stehen am Terminal in Berlin. © Flughafen Berlin-Brandenburg
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Qatar Airways will nach Berlin zurückkehren. Das geht aus dem aktuellen Travel Update der Golf-Airline aus Katar hervor, das Berlin wieder listet.

In Deutschland fliegt Qatar Airways damit neben Berlin wie gehabt noch Frankfurt und München an. Für Hamburg und Düsseldorf hingegen gibt es weiterhin keine Verbindungen nach Doha – beide Städte fehlen nach wie vor im aktualisierten Flugplan, der bis zum 15. April gilt und mehr als 90 Ziele weltweit auflistet.

Ab wann genau die Berlin-Flüge wieder stattfinden, ist im Travel Update nicht vermerkt. In den Buchungsmasken der Airline sind aktuell noch keine Berlin-Flüge zu finden.

Auch der Berliner Flughafen listet derzeit keine Qatar-Airways-Flüge auf. Ein Sprecher teilte auf airliners.de-Anfrage mit, dass in den Flughafen-Systemen alle Qatar-Flüge bis mindestens Ende des Monats als gestrichen geführt werden.

Laut dem Flugtracking-Dienst "Flightradar 24" sollen dagegen bereits ab dem 29. März wieder die Flüge QR79/80, QR81/82 und QR83/84 stattfinden. Damit würde die Airline den Betrieb am BER mit bis zu drei täglichen Frequenzen wieder aufnehmen – und damit wieder fliegen, wie vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs. Flightradar-Angaben sind in Bezug auf zukünftig geplante Verbindungen allerdings nicht immer akkurat.

Mit Beginn des Krieges hatte Qatar Airways die meisten Berlin-Flüge ausgesetzt. Laut "Flightradar 24" landete zuletzt am 25. März eine Boeing 787 der Airline in der Hauptstadt, zuvor gab es einzelne Verbindungen am 20. März und am 8. März.

Flugzeuge in Teruel geparkt, Luftraum weiter eingeschränkt

Die operative Lage für die Golf-Airline bleibt weiter angespannt. Der katarische Luftraum ist nach wie vor weitgehend gesperrt; alle Flüge von und nach Doha werden über festgelegte Korridore abgewickelt, die in enger Abstimmung mit der katarischen Zivilluftfahrtbehörde eingerichtet wurden.

Ein erheblicher Teil der Flotte wurde deshalb außer Landes gebracht: 22 Maschinen – darunter Airbus A330, A350 und A380 sowie Boeing 787 – stehen derzeit auf dem Langzeitparkplatz im spanischen Teruel. Das entspricht rund acht Prozent der gesamten Flotte, die Qatar Airways mit etwa 260 Flugzeugen betreibt.

Europanetz mit mehr als 20 Zielen

In Europa bedient Qatar Airways im aktuellen Flugplan neben Berlin, Frankfurt und München unter anderem Amsterdam, Athen, Barcelona, Birmingham, Bukarest, Kopenhagen, Dublin, Edinburgh, Istanbul, Larnaca, London, Madrid, Manchester, Mailand, Moskau, Paris, Rom, Warschau und Zürich. Auch Nordamerika, Afrika, der Pazifik sowie zahlreiche Ziele in Asien und dem Nahen Osten sind im Plan enthalten.

Der Flugplan gilt jeweils nur für kurze Zeiträume – das aktuelle Update läuft bis Mitte April. Qatar Airways weist darauf hin, dass Passagiere nur dann zum Abflughafen kommen sollen, wenn sie ein bestätigtes Ticket vorweisen können. Wie lange die Einschränkungen insgesamt anhalten werden, ist weiterhin offen.

Sparmaßnahmen auf breiter Front

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur "Bloomberg" hat Qatar Airways mehrere Leasinggesellschaften kontaktiert, um Mietforderungen für geparkte Flugzeuge zeitlich zu verschieben oder dauerhaft zu reduzieren. Hintergrund ist der drastisch eingeschränkte Betrieb seit Ende Februar: Zeitweise flog die Airline nur noch rund ein Viertel ihres regulären Programms, tausende Verbindungen wurden gestrichen.

Neben den Leasingverhandlungen hat Qatar Airways auch andernorts die Ausgaben gekappt. Die Airline hat sich aus Branchenveranstaltungen wie Messen und Preisverleihungen zurückgezogen. Auf der Nordamerika-Route nach San Francisco werden die Kapazitäten ab Ende März 2026 um 30 Prozent reduziert. Laut "Bloomberg" prüfen auch andere Carrier in der Region – darunter Gulf Air, Air Arabia und Flydubai – Einsparpotenziale und alternative Einnahmequellen.

Wirtschaftlich setzt die Krise Qatar Airways aber stärker zu als etwa Emirates. Die Airline aus Dubai hatte ihren Betrieb bereits deutlich umfangreicher wieder aufgenommen, während der Flugplan von Qatar Airways nach wie vor deutlicher eingeschränkt bleibt.

Für die Sommersaison 2026 verzeichnet die Airline bereits einen merklichen Buchungsrückgang, vor allem auf Langstrecken zwischen Asien und Europa über den Golf. Hinzu kommen stark gestiegene Betriebskosten: Die Kerosinpreise haben sich seit Beginn des Konflikts nahezu verdoppelt.

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eSAF (Symbolbild, © KI
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