Die Verbindungen zwischen Europa und Asien gehören zu den meistbeflogenen Flugrouten der Welt – und genau dieses System ist gerade massiv gestört. Der Iran-Krieg hat Ende Februar 2026 über Nacht einen Großteil des Nahen Ostens zur Flugverbotszone gemacht. Zehnrausende Flüge wurden gestrichen. Dubai und Doha, zwei der wichtigsten Luftverkehrs-Drehkreuz der Welt, mussten zumindest vorübergehend komplett schließen. Der Super-GAU für Golf-Airlines.
Das trifft aber auch die europäischen Airlines, die seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 keine transsibirischen Routen mehr fliegen dürfen. Was ihnen bleibt, sind nur noch zwei schmale Korridore: einer über den Südkaukasus durch Aserbaidschan und Afghanistan – und einer weit im Süden über Oman und Indien. Die schnellere Südkaukasus-Route ist eng, geopolitisch instabil – und durch GPS-Jamming und Spoofing zusätzlich belastet.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr bringt es auf den Punkt: „Wären auch die beiden Korridore geschlossen, müsste man sich Szenarien überlegen, dass Asien gar nicht mehr erreichbar wäre." Was das für Passagiere bedeutet, welche Airlines profitieren – und warum Aserbaidschan zur neuen Achillesferse der globalen Luftfahrt geworden ist, erklärt dieses Video.