Die staatliche Fluggesellschaft Air Montenegro soll fünf subventionierte Strecken ab Podgorica bedienen, die als gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen (Public Service Obligations, PSO) ausgeschrieben waren. Das Verkehrsministerium Montenegros entschied sich Ende September für die Airline, wie "CH-Aviation" unter Berufung auf die veröffentlichte Entscheidung berichtete. Air Montenegro war demnach der einzige Bieter.
Die Fluggesellschaft, die juristisch als "ToMontenegro" firmiert, bewarb sich um Verbindungen zwischen Podgorica und Brüssel, Paris-Charles de Gaulle, Frankfurt, Zagreb sowie Bari. Für jedes der fünf Lose erhielt sie die Höchstpunktzahl von 100 Punkten.
Das geschätzte Auftragsvolumen beträgt 4,8 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Die höchsten Beträge entfallen auf Brüssel mit 1,5 Millionen Euro und auf Paris mit 1,1 Millionen Euro.
Laut der Entscheidung sollen die Verträge ein Jahr ab Unterzeichnung laufen oder bis die vereinbarten Mittel aufgebraucht sind. Der Flugbetrieb muss binnen 90 Tagen nach der Unterschrift beginnen.
Vergütung richtet sich nach Betriebskosten und Erlösen
Die Vergütung berechnet sich für jeden durchgeführten Hin- und Rückflug. Sie umfasst die Betriebskosten sowie einen angemessenen Gewinn von fünf Prozent dieser Kosten, abzüglich der Betriebserlöse.
Das Ministerium schreibt Flugzeuge mit mindestens 110 Sitzen vor. Die Flotte von Air Montenegro besteht nach Daten von "CH-Aviation" aus vier Embraer E195 mit bis zu 118 Sitzen.
Die Regierung hatte die Ausschreibung im Juli gestartet, um ganzjährig internationale Verbindungen zu subventionieren, wie "CH-Aviation" zuvor berichtet hatte. Amsterdam gehörte ursprünglich als sechses Ziel dazu, wurde jedoch aus dem Verfahren ausgeschlossen.
