Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo nehmen ihre Tarifgespräche in der kommenden Woche wieder auf. Das teilte die Gewerkschaft mit. Vorausgegangen seien eine mehrtägige Moderation und weitere Sondierungsgespräche.
"Nach vielen intensiven Gesprächen, auch unter Begleitung externer Dritter, sehen wir jetzt die Möglichkeit, an ein Mindestmaß gegenseitigen Vertrauens anzuknüpfen und wieder inhaltlich einzusteigen", sagte Ufo-Vorsitzender Joachim Vázquez Bürger. "Diesen Versuch halten wir für richtig – und wir werden ihn mit der nötigen Klarheit und fest ausgerichtet an den Interessen der Kabine führen", ergänzte er.
Die Lufthansa begrüßte es nach eigenen Angaben, mit der Ufo wieder in einen konstruktiven Dialog einzutreten. Der moderierte Austausch und die Gespräche der vergangenen Wochen hätten geholfen, das gegenseitige Verständnis für Positionen und Beweggründe zu stärken. Daran wolle man anknüpfen und die Gespräche über mögliche gemeinsame Lösungswege fortsetzen, erklärte das Unternehmen.
Aus Sicht der Ufo ist die Lufthansa bereit, den Konfrontationsmodus der vergangenen Monate zu verlassen und ernsthaft über Lösungen für das Kabinenpersonal zu sprechen. Harry Jaeger, Leiter Tarifpolitik der Ufo, sagte: "Das ist keine Garantie für eine sozialpartnerschaftliche Lösung, aber ein immens wichtiger Schritt nach einer Phase großer Verhärtung."
In den Gesprächen geht es um offene Tarifthemen für das Kabinenpersonal sowie um Lösungen für die Mitarbeitenden, die von der Schließung der Lufthansa Cityline betroffen sind. Für die kommenden Wochen sind mehrere Termine geplant. Über Inhalte und Verlauf der Gespräche haben beide Seiten Vertraulichkeit vereinbart.