Cityjet hat zum zweiten Mal in der Firmengeschichte Gläubigerschutz beantragt. Das berichtete "The Currency". Den Antrag reichte der irische ACMI-Spezialist beim High Court in Dublin ein.
Als einen der Gründe nannte Cityjet den auslaufenden Wet-Lease-Vertrag mit der Lufthansa. Brussels Airlines und Lufthansa selbst setzten zwei CRJ900 und fünf CRJ1000 von Cityjet ein.
Laut Medienbericht ist die Fluggesellschaft zahlungsunfähig. Das Netto-Defizit soll 38,5 Millionen Euro betragen.
Die Verhandlungen über den Fortbestand des Unternehmens sollen Ende des Monats aufgenommen werden.
Bereits 2020 hatte Cityjet im Rahmen der Corona-Pandemie einen Insolvenzantrag gestellt – damals mit einem Netto-Defizit von 186 Millionen Euro. Kurze Zeit später genehmigte der High Court den Sanierungsplan von Cityjet. Der ACMI-Spezialist durfte daraufhin den Betrieb fortsetzen und das Verfahren beenden.
Ende 2023 war Cityjet mit Air Nostrum fusioniert. Zur Unternehmensgruppe gehören diverse ACMI-Anbieter, darunter auch Hibernian Airlines, die in der Vergangenheit unter anderem für die Lufthansa-Tochter Ita Airways im Einsatz war.
Neben der Lufthansa Group agierte Cityjet zuletzt auch für Air France und SAS Scandinavian Airlines. Bereits seit 2018 fliegt die Gruppe ausschließlich für andere Fluggesellschaften.
Laut Datenbank von "CH-Aviation" besteht die Flotte von Cityjet derzeit aus 20 CRJ900 und fünf CRJ1000.