Air Canada nimmt in diesem Monat den ersten Airbus A321 XLR in Betrieb. Trotz des Starts räumt Betriebsvorstand Mark Nasr erhebliche Lieferverzögerungen ein.
Die Maschinen seien "gut und gerne zwei Jahre" später als ursprünglich erwartet eingetroffen. "Es gibt weiterhin Reibung im System", sagte Nasr am Rande einer Veranstaltung in Montreal.
Air Canada plant, die A321 XLR auf Strecken nach Toulouse und Kopenhagen einzusetzen. Auch Berlin soll später folgen. Die Nachfrage nach Europaflügen bleibe trotz gestiegener Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs stabil.
Hinsichtlich einer möglichen gestreckten Version des Airbus A220 zeigte sich Nasr abwartend. Air Canada werde die technischen Spezifikationen prüfen, sobald Airbus diese vorlege. Entscheidend sei unter anderem die Reichweite des geplanten Musters.
Zudem verzeichnet die Airline eine langsame Erholung des Reiseverkehrs kanadischer Passagiere in die USA, der zuvor infolge von Handelsstreitigkeiten zurückgegangen war. "Es steigt langsam, aber es steigt", sagte Netzwerkchef Alexandre Lefevre.