Nach Kollision mit Lichtmast: United verschärft Anflugregeln für Newark, © AirTeamImages.com
Boeing 767 von United Airlines im Endanflug. : Eine Boeing 767 von United Airlines fliegt im Endanflug mit ausgefahrenem Fahrwerk. Das weiße Flugzeug mit blauer Lackierung ist vor blauem Himmel aus niedriger Perspektive zu sehen. © AirTeamImages.com
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United Airlines hat nach einem Zwischenfall am 3. Mai am Flughafen Newark ein Sicherheitsmerkblatt an ihre Piloten herausgegeben. Eine Boeing 767 der Airline hatte beim Landeanflug einen Lichtmast an der New Jersey Turnpike gestreift, der sich nur rund 4,6 Meter (15 Fuß) über dem Boden befand.

Trümmerteile des Lichtmastes trafen anschließend einen in Fahrtrichtung Süden fahrenden Sattelzug auf der Autobahn. Das Fahrzeug war in einem weithin verbreiteten Video zu sehen. Der Fahrer des Lkw erlitt leichte Verletzungen. Die elf Besatzungsmitglieder und 220 Passagiere verließen das Flugzeug nach der Landung am Gate unverletzt. Das Flugzeug wurde erheblich beschädigt.

In einem Hinweis an ihre Piloten erklärte United, bei Landungen müsse der Aufsetzkurs so geflogen werden, dass die Maschine zwischen 457 Meter (1500 Fuß) und frühestens 305 Meter (1000 Fuß) vor der Landeschwelle aufsetzt. Der Flugbetrieb von United gab zudem eine Warnung heraus, die speziell für Anflüge auf die betroffene Runway in Newark gilt. United erklärte, die Anflugtechnik des sogenannten "Ducking under" – das vorzeitige Unterschreiten des Gleitpfades beim Sichtanflug – begünstige gefährlich niedrige Anflugprofile an bestimmten Flughäfen und Runways.

Ein Kommentar von United auf "Reuters"-Anfrage blieb zunächst aus.

Pilot berichtete der NTSB von zu hoher Geschwindigkeit

Der Pilot schilderte der US-Flugunfallbehörde NTSB, er sei beim Eindrehen in den Gegenwind zu schnell gewesen und habe die Triebwerksleistung zurückgenommen, um die Geschwindigkeit zu kompensieren. Während des Endanflugs habe der Kopilot "Airspeed slow" – also zu geringe Geschwindigkeit – ausgerufen. Das NTSB hatte in Newark zuletzt auch eine Beinahe-Kollision zweier Flugzeuge auf kreuzenden Pisten untersucht.

Im weiteren Sinkflug rief der Kopilot zunächst: "Hey, du bist zu langsam", und kurz darauf: "Du bist immer noch zu langsam und ein bisschen zu tief." Der Kapitän sagte, er habe kurz vor dem Aufsetzen einen dumpfen Schlag gehört; der Kopilot berichtete von einem leichten Ruck. Das NTSB stellte später fest, dass der Rumpf der Maschine auf der linken Unterseite drei Einschläge aufwies und ein Reifen des linken Hauptfahrwerks Schnittspuren zeigte.

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Passagiere stehen am Münchner Flughafen an einem Check-In Schalter., © DPA/Sven Hoppe
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