Der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG wird seinen Angaben zufolge voraussichtlich kein Angebot für einen Anteil an Tap Air Portugal abgeben. Das berichtete "Bloomberg News" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, hieß es weiter. IAG könnte bis zur Frist am 2. April noch ein unverbindliches Angebot einreichen, ohne danach ein tatsächliches Übernahmeinteresse zu verfolgen. IAG und die portugiesische Regierung reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters.
IAG hatte im November angekündigt, Interesse am Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an Tap zu haben. Damit reihte sich der Konzern neben Air France-KLM und Lufthansa ein, die ebenfalls Interesse an der Tap-Privatisierung bekundet hatten.
Portugal hatte die seit langem aufgeschobene Privatisierung von Tap im Juli vergangenen Jahres neu aufgesetzt. Die Regierung strebt den Verkauf eines Anteils von 49,9 Prozent an. Anfang Januar waren die drei Interessenten aufgefordert worden, unverbindliche Angebote einzureichen.