Die Flughafen-Wien-Gruppe hat im ersten Quartal 2026 ihren Umsatz um 6,1 Prozent auf rund 239,6 Millionen Euro gesteigert, wie der Airport mitteilte. Das Ebitda verbesserte sich um 8,2 Prozent auf 87,9 Millionen Euro.
Als Treiber nannte das Unternehmen neben einem robusten Passagierwachstum auch eine positive Non-Aviation-Entwicklung sowie Sondereffekte: frühe Ostern, höhere Enteisungserlöse durch einen starken Winter und zusätzliche Passagiere infolge des Lufthansa-Streiks hätten das Quartal gestützt.
Am Standort Wien stieg laut Angaben das Passagieraufkommen im ersten Quartal auf 6,1 Millionen Reisende, ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der Flugbewegungen in Wien ging im selben Zeitraum um 2,4 Prozent auf rund 47.400 Starts und Landungen zurück. Der durchschnittliche Sitzladefaktor stieg um 3,2 Prozentpunkte auf 77,1 Prozent.
Passagierrückgang seit April
Das Bild trübt sich seit April ein: Von Januar bis April lag das Passagieraufkommen am Standort Wien kumuliert um 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau bei 8,7 Millionen Fluggästen. Im Einzelmonat April verzeichnete Wien einen Rückgang von 8,2 Prozent auf 2,6 Millionen Reisende.
Als Ursachen nannte der Flughafen den Wegfall des Osterreiseeffekts – der Saisonstart lag 2026 bereits im März –, die Kapazitätsreduktionen bei Low-Cost-Carriern sowie das reduzierte Flugangebot wegen der Krise im Nahen Osten.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Flughafen Wien an seiner Prognose fest: rund 30 Millionen Passagiere am Standort Wien und 41,5 Millionen in der Gruppe.
Finanziell plant das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 1,05 Milliarden Euro und einem Jahresergebnis vor Minderheiten von rund 210 Millionen Euro – trotz einer Tarifsenkung und des erwarteten Passagierrückgangs.