Eurowings kehrt im Winterflugplan 2026/27 mit gleich fünf Zielen in den Nahen Osten zurück. Zwischen dem 1. und dem 12. November nimmt die Lufthansa-Tochter ihre Verbindungen nach Dubai, Erbil, Amman und Dschidda wieder auf. Am 10. Dezember folgt dann noch Bagdad als neues Ziel.
Ein Eurowings-Sprecher bestätigte die Pläne auf airliners.de-Anfrage. Die Flüge zu den vier bisherigen Zielen liefen nach derzeitigem Stand von November an schrittweise wieder an, Bagdad komme im Dezember hinzu.
Der Sprecher begründete das Angebot mit der Nachfrage und den saisonalen Reisemustern der Passagiere. Im Winter gewännen vor allem Strecken an Gewicht, auf denen Reisende Verwandte und Bekannte besuchen, sogenannte VFR-Verkehre (Visiting Friends and Relatives). Eurowings-Chef Max Kownatzki hatte bereits im Juni angekündigt, solche ethnischen Verkehre künftig stärker zu gewichten.
38 Verbindungen pro Woche
Die genauen Starttermine und Frequenzen gehen aus Flugplandaten hervor. Insgesamt plant Eurowings 38 wöchentliche Verbindungen in die Region. Den Auftakt macht dabei Dubai am 1. November. Die Airline fliegt das Emirat dann täglich ab Berlin, viermal wöchentlich ab Stuttgart und dreimal wöchentlich ab Köln/Bonn an.
Die meisten Abflughäfen bekommt Erbil im Nordirak, das ab dem 3. November wieder im Flugplan steht. Die Flüge starten jeweils dreimal wöchentlich in Düsseldorf und Stuttgart, zweimal in Hamburg sowie einmal wöchentlich in Berlin, Köln/Bonn und Hannover.
Ab dem 7. November bedient Eurowings zudem Amman wieder zweimal wöchentlich ab Stuttgart. Ins saudi-arabische Dschidda geht es ab dem 12. November dreimal wöchentlich ab Köln/Bonn sowie jeweils zweimal ab Berlin und Stuttgart. Die neue Strecke nach Bagdad steht ab dem 10. Dezember jeweils zweimal wöchentlich ab Berlin und Düsseldorf im Plan.
Konzern baut Angebot schrittweise wieder auf
Auch die übrigen Airlines der Lufthansa Group kehren in die Region zurück. Nach Dubai sollen in der Spitze bis zu 36 wöchentliche Flüge des Konzerns führen. Lufthansa beginnt am 25. Oktober mit fünf wöchentlichen Verbindungen ab München, am 26. Oktober folgt Frankfurt. Swiss und Austrian Airlines nehmen ihre Flüge ab Zürich und Wien wieder auf.
Austrian Airlines plant zudem die Rückkehr auf die Strecke Wien–Amman ab dem 2. Oktober mit drei wöchentlichen Flügen. Beirut bleibt für Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Ita Airways bis zum 24. Oktober ausgesetzt.
Die Konzern-Airlines hatten ihre Nahost-Verbindungen nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar eingestellt und die Aussetzungen mehrfach verlängert. Der Iran hatte in dem Konflikt auch Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten beschossen.
Premium-Sitz für Dubai-Flüge
Eurowings hatte ihr Nahost-Programm vor der Krise ausgebaut. Für den Winter 2025/2026 hatte die Airline unter anderem eine neue Verbindung von Berlin nach Abu Dhabi und eine Strecke von Stuttgart nach Dschidda angekündigt. Abu Dhabi ist in den aktuellen Flugplandaten nicht enthalten.
Dasselbe gilt wohl auch für Tel Aviv. Kownatzki hatte im Juni gesagt, die Streichung der Strecke gelte auf unbestimmte Zeit.
Auf den Dubai-Flügen bietet Eurowings ab dem 1. Dezember zudem wieder den neuen "Premium BIZ Seat" an. Die Airline rüstet dafür ihre acht Airbus A320 Neo um. Condor zieht sich dagegen Ende Oktober von den Strecken Berlin–Dubai und Stuttgart–Dubai zurück und begründete das mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen.