Europäische Fluggesellschaften verlieren gegenüber globalen Wettbewerbern an Boden und benötigen stärkere EU-Unterstützung. Das erklärt der Verband Airlines for Europe (A4E) in seiner Stellungnahme zur geplanten EU-Luftfahrt- und Raumfahrtstrategie, die Reuters vorliegt. Die Frist für Rückmeldungen läuft am Donnerstag ab.
"Die Covid-19-Pandemie, die Schließung des russischen Luftraums, die Krise im Nahen Osten sowie wachsender globaler Protektionismus haben den Wettbewerbsnachteil für EU-Carrier verschärft", heißt es in der Stellungnahme. A4E vertritt Carrier wie Ryanair, Air France-KLM und Lufthansa.
Der Verband fordert konkret die Schaffung eines europäischen Krisenrahmens für die Luftfahrt, der es ermöglicht, Regulierungspflichten bei offensichtlich unpraktikablen oder kontraproduktiven Bedingungen vorübergehend auszusetzen.
Darüber hinaus verlangt A4E Maßnahmen gegen das "strukturelle Versagen des SAF-Markts" sowie Schritte zur Entlastung bei Luftraumkapazitäten und Luftsicherheitskosten.
Der Verband kritisiert zudem den wachsenden Marktanteil außereuropäischer Carrier – insbesondere chinesischer und arabischer Fluggesellschaften – auf Strecken, auf denen EU-Airlines unter strukturell höheren Regulierungskosten operieren.