Bagtag Pulse: Baggage Tag mit Farb-Display und Apple-Find-My-Support, © Bagtag
Bagtag Pulse an einem Koffer. : Nahaufnahme eines schwarzen Koffers mit digitalem Gepäckanhänger. Auf dem Display/Label sind Barcodes, QR-Codes sowie die Aufschrift „PRIORITY - 1ST CLASS“ und „AMS“ zu sehen. © Bagtag
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Das Bagtag wird es bald in einer dritten, verbesserten Generation geben. Der gleichnamige Hersteller des Electronic Baggage Tags (EBT), also elektronischer Gepäckanhänger, will noch im dritten Quartal mit der Produktion von Bagtag Pulse beginnen.

Wie gehabt zeigt auch Bagtag Pulse alle wichtigen Informationen an, die für die Weiterleitung des Gepäcks notwendig sind. Es gibt jedoch einige Verbesserungen. Eine davon betrifft das Display. Denn die neue Version ist farbig. Die alten Versionen, und auch Konkurrenztags wie etwa in Rimowa-Koffern, hatten den Nachteil, dass sie das Priority-Feld nicht auffallend genug darstellen konnten.

Zwar betonten mehrere Partner-Fluggesellschaften in der Vergangenheit gegenüber airliners.de, dass das Priority-Feld berücksichtigt wird. In der Praxis findet das nach unseren Erfahrungen nicht statt. Das EBT hatte also einen Nachteil.

Mit Bagtag Pulse soll das enden. Es gibt ein Prioritätsfeld, das weiße Schrift auf rotem Grund darstellt, also von den meisten Menschen als solches deutlicher erkannt werden sollte. Auch ist die Positionierung verbessert worden. In Beispielbildern wird auch die Nutzung von gelber Farbe gezeigt.

Augenscheinlich handelt es sich wieder um ein E-Paper-Display, das keinen Strom braucht, solange nichts verändert wird. Technische Details stehen aber noch aus. Immerhin ist die Bildschirmgröße bekannt: Bagtag verbaut ein Vier-Zoll-Display.

Apples und Googles Tag-Suche werden unterstützt

Das größte Update ist wohl der Umstand, dass Apples Find My und Googles Smart Tracking unterstützt werden. Ähnlich wie Airtags und Googles Tags bestimmen also Smartphones in der Umgebung, wo sich das Gepäckstück befindet.

Mittlerweile nutzen viele Fluggäste solche Tags. Laut Sita-Angaben von Ende 2025 half das beim Auffinden verschwundener Gepäckstücke enorm. Im Dezember meldete die Sita eine Reduktion von Totalverlusten um 90 Prozent, wenn sich in einem Gepäckstück ein Tag befindet.

Fortan kann auch Bagtag dies bieten. Allerdings ist Bagtag spät dran. Wir konnten mit dem Konkurrenten Bag-ID 2 das bereits 2024 testen.

Bag-ID 2 unterstützte damals aber nur ein System (entweder Apples oder Samsungs System).

Bagtag Pulse hat außerdem einen Lautsprecher, um das Gepäck über die Ohren zu lokalisieren. Ebenfalls neu ist eine "Remote Updates" genannte Funktion. Damit soll sogenanntes Reflighting automatisiert werden. Gepäckstücke, die umgeleitet werden müssen, bekommen so automatisch ein neues Baggage Tag.

Dem Plan nach, sollen sowohl Fluggesellschaften als auch Flughäfen die EBTs von Bagtag aktualisieren können. Eine passende Ankündigung gab es bereits in Verbindung mit Amadeus. Auch die Sita hat Projekte in dem Bereich.

Auch das Bagtag Pulse wird übrigens weiter RFID-Funktechnik unterstützen. Das war auch schon mit dem ersten Bagtag möglich. Nach unserem Wissen setzt aber keine Airline diese Funktion um. Das Scannen von RFID-Tags wäre eine Alternative zu dem optischen Scannen der Baggage Tags und potenziell zuverlässiger, da auch verdeckte Tags noch erfasst werden könnten.

Wann Bagtag Pulse auf den Markt kommt, ist derweil noch unklar. Das gilt auch für den Preis. Nach aktuellem Plan soll gegen Ende September den Betatestern das Gerät ausgeliefert werden.

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