Austrian Airlines streicht vorsorglich 400 Flüge wegen Streikandrohung, © dpa/Georges Schneider
Flugzeuge von Austrian Airlines stehen am Internationalen Flughafen Wien. © dpa / Georges Schneider
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Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) streicht infolge einer Streikdrohung des Bordpersonals vor Ostern rund 400 Flüge. Gestrichen würden die Flüge am Donnerstag und Freitag (28. und 29. März), wovon etwa 50.000 Fluggäste betroffen seien, teilte das Unternehmen mit.

Den finanziellen Schaden bezifferte die Fluglinie mit 24 Millionen Euro, 15 Millionen Euro für den Streik und neun Millionen Euro für Betriebsversammlungen. Grund für die Streikdrohung ist ein Streit über die Tarifverträge. Am Sonntag war eine weitere Verhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen worden. Bereits davor hatte die Gewerkschaft Vida den Beschluss für einen 36-stündigen Streik gefasst.

Die AUA bietet nun kostenlose Stornierungen und Umbuchungen an. "Alle Fluggäste werden zum nächstmöglichen Flug umgebucht. Der Gast kann sich gegen eine Flugumbuchung entscheiden, den Flug stornieren und refundieren lassen", hieß es.

Im Tarifstreit gelten die Fronten derzeit als verhärtet. Die Gewerkschaft bezeichnete das Angebot des Unternehmens als unzureichend. "Die Gehaltsstrukturen müssen nachhaltig verbessert werden, damit die AUA beim Gehalt nicht mehr das Schlusslicht im Lufthansa-Konzern ist", hieß es zuletzt von der Gewerkschaft. Die Airline bietet den Flugbegleitern und Piloten ein Gehaltsplus von bis zu 18 Prozent, für Co-Piloten sogar bis zu 28 Prozent. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass sich das Angebot auf zwei Jahre bezieht und aus nicht nachhaltigen Einmalzahlungen besteht.

Ob es tatsächlich zu einem Streik kommt, ist bislang offen. "Wir können unsere Fluggäste nicht bis zur letzten Minute in der gewerkschaftlichen Verunsicherung lassen", begründete die AUA die Flugstreichungen. Es werde alles unternommen, um die Unannehmlichkeiten für die Fluggäste so gering wie möglich zu halten. "Wir hoffen, dass die Gewerkschaft und der Betriebsrat nach dem Streik zur Vernunft kommen und behalten uns vor, unser Angebot bis dahin zu revidieren".

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