Air Canada prognostiziert höhere Profitabilität für 2026, © DPA/Sammy Kogan
Flugzeuge von Air Canada stehen auf dem Rollfeld des Pearson International Airport, während Flugbegleiter in Toronto streiken. : Mehrere Air Canada Flugzeuge stehen nebeneinander auf dem Rollfeld des Pearson International Airport in Toronto. Die Maschinen sind geparkt, mit Fluggasttreppen angedockt. Im Hintergrund ist eine leicht vernebelte Skyline sowie zahlreiche Strommasten zu sehen. Das Wetter wirkt warm und klar, mit sanftem Tageslicht. © DPA / Sammy Kogan
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Air Canada erwartet für 2026 einen Kerngewinn, der die Schätzungen der Wall Street leicht übertrifft. Die kanadische Fluggesellschaft setzt dabei auf eine anhaltend starke Nachfrage auf internationalen Strecken außerhalb der USA sowie auf eine Zunahme des Premium-Reiseverkehrs, wie die Airline mitteilte.

Die Fluggesellschaft prognostiziert ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 3,35 Milliarden kanadischen Dollar (rund 2,1 Milliarden Euro) und 3,75 Milliarden kanadischen Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro). Analysten hatten im Durchschnitt mit 3,5 Milliarden kanadischen Dollar gerechnet.

Während die Inlandsnachfrage Anzeichen einer Abkühlung zeigt, ist der internationale Reiseverkehr ein relativer Lichtblick geblieben und stützt Fluggesellschaften mit umfangreichen Übersee-Netzwerken. Starke Langstreckenbuchungen und eine robuste Nachfrage in den Premium-Kabinen haben der kanadischen Fluggesellschaft geholfen, die Schwäche auf den Strecken zwischen den USA und Kanada auszugleichen.

Air Canada geht davon aus, dass ihre verfügbaren Sitzplatzmeilen – ein wichtiger Maßstab für die Passagierkapazität – im Jahr 2026 um 3,5 bis 5,5 Prozent steigen werden.

Starke Buchungsdynamik für 2026

Die Fluggesellschaft erklärte, sie habe Nachfrageverschiebungen, eine Arbeitsunterbrechung im Sommer und umfassendere makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten bewältigt, um Ergebnisse zu liefern. Zudem verwies die Airline auf eine starke Buchungsdynamik für 2026 sowie auf Chancen durch bevorstehende Flotteninvestitionen.

"Inflation aus den verschiedenen Tarifverträgen sowie verzögerte Flugzeuglieferungen werden die CASM ex [Kosten pro verfügbare Sitzmeile ohne Treibstoff, Anm. d. R.] im Jahr 2026 unter Druck setzen", schrieben Analysten von TD Cowen in einer Notiz.

Expansion in Europa und Lateinamerika

Im vergangenen Monat hatte die Air Canada Pläne zur Ausweitung ihres Winterflugplans nach Europa und Lateinamerika vorgestellt, da die Nachfrage in diesen Regionen weiterhin stark ist, während Teile des nordamerikanischen Marktes an Schwung verlieren.

Anfang dieser Woche bestellte die Fluggesellschaft zudem acht Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A350-1000 mit Optionen für acht weitere Maschinen im Rahmen ihres Flottenerneuerungsplans. Damit will sie ihr Langstreckenangebot verbessern und die Treibstoffeffizienz steigern.

Die kanadische Fluggesellschaft meldete für das vierte Quartal einen Nettogewinn von 296 Millionen kanadischen Dollar oder einem kanadischen Dollar je Aktie. Im Vorjahr hatte die Air Canada noch einen Verlust von 644 Millionen kanadischen Dollar oder 1,81 kanadischen Dollar je Aktie verzeichnet. Im dritten Quartal hatte die Airline bereits einen deutlich niedrigeren Gewinn gemeldet.

Der Gesamtbetriebsumsatz lag bei 5,77 Milliarden kanadischen Dollar im Vergleich zu 5,40 Milliarden kanadischen Dollar im Vorjahr.

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Flugzeug auf dem Rollfeld vor der Skyline von Toronto., © airliners.de/Alexander Fink
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