Air-Canada-Flugbegleiter lehnen Tarifabkommen ab, © DPA/Liang Sen
Eine Flugbegleiterin von Air Canada hält ein Schild während eines Streiks vor dem Vancouver International Airport. : Eine Flugbegleiterin mit langen blonden Haaren hält ein Protestschild in die Luft. Im Hintergrund sind weitere streikende Personen und Schilder zu sehen. Die Szene spielt im Freien bei Tageslicht vor dem Vancouver International Airport. Die Stimmung wirkt angespannt. © DPA / Liang Sen
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2025\/08\/5fb622008f8db1bc-LkZg6C__wide__824?v=1755503212","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Liang Sen"},"caption":"Eine Flugbegleiterin von Air Canada h\u00e4lt ein Schild w\u00e4hrend eines Streiks vor dem Vancouver International Airport.: Eine Flugbegleiterin mit langen blonden Haaren h\u00e4lt ein Protestschild in die Luft. Im Hintergrund sind weitere streikende Personen und Schilder zu sehen. Die Szene spielt im Freien bei Tageslicht vor dem Vancouver International Airport. Die Stimmung wirkt angespannt."}

Flugbegleiter bei Air Canada haben ein Lohnabkommen mit 99,1 Prozent der Stimmen abgelehnt. Der erbitterte Tarifstreit soll nun durch Mediation beigelegt werden, da weitere Streikmaßnahmen rechtlich ausgeschlossen sind.

Das Kabinenpersonal bei Air Canada und Air Canada Rouge verwarf das Lohnangebot des Unternehmens, wie die Gewerkschaft mitteilte. Unterhändler hatten am zuvor ein vorläufiges Abkommen getroffen, um einen viertägigen Streik zu beenden, der eine halbe Million Passagiere betroffen hatte.

Air Canada und die Canadian Union of Public Employees vereinbarten, dass keine Arbeitsunterbrechungen eingeleitet werden können. Daher wird es weder Streik noch Aussperrung geben, die Flüge werden weiterlaufen, wie die Fluggesellschaft mitteilte.

Der Lohnteil des Abkommens wird nun an die Mediation verwiesen. Sollte auch dort keine Einigung erreicht werden, folgt eine Schiedsgerichtsverhandlung, so Air Canada.

Streit um Bodenzeiten im Fokus

Der Streik rückte die Forderungen nordamerikanischer Flugbegleiter in den Mittelpunkt, für alle Stunden von der Ankunft am Arbeitsplatz bis zum Ende des Dienstes bezahlt zu werden. Flugbegleiter bei Air Canada und mehreren US-Fluggesellschaften wie United Airlines stellen die Vergütungsstruktur in Frage, die Kabinenpersonal hauptsächlich bezahlt, wenn sich das Flugzeug in Bewegung befindet.

Air Canada erklärte, das Abkommen habe Vergütungen für Bodenarbeiten sowie umfassende Verbesserungen bei Löhnen, Renten und Zusatzleistungen enthalten.

Sara Nelson, internationale Präsidentin der Association of Flight Attendants, sagte gegenüber "Reuters", die öffentliche Unterstützung für den Air-Canada-Streik helfe auch ihren US-Mitgliedern. Der AFA vertritt die Flugbegleiter von United, die kürzlich ebenfalls ein vorläufiges Abkommen ablehnten -- teilweise wegen Forderungen nach Bodenvergütung.

Das vorgeschlagene vierjährige Abkommen hätte Lohnerhöhungen von bis zu 20 Prozent für Berufseinsteiger und 16 Prozent für erfahreneres Kabinenpersonal bedeutet. Die Besatzung hätte zudem 60 Minuten Vorflugvergütung bei Schmalrumpfflugzeugen und 70 Minuten bei Großraumjets erhalten.

Mehrere Flugbegleiter erklärten gegenüber Reuters, die Erhöhungen deckten nicht ihre gestiegenen Lebenshaltungskosten ab, besonders in teuren Städten wie Toronto.

airliners+ Magazin

Jede Woche neue Impulse: Das digitale Wochenmagazin für die Luftverkehrswirtschaft. Ausgabe herunterladen und lesen
airliners+ Magazin 34/2026 Ausgabe herunterladen
und lesen
Titelbild: airliners+ Magazin 34/2026
Klaus-Michael Kühne, © Kühne+Nagel
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/klaus-michaelkuumlhnebwfr-wfLbsZ__square__360?v=1787573155","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 K\u00fchne+Nagel"},"caption":"Klaus-Michael K\u00fchne"}

Klaus-Michael Kühne hinterlässt einen der größten Logistikkonzerne der Welt

Porträt Klaus-Michael Kühne, Mehrheitseigner des Logistikkonzerns "Kühne+Nagel" und größter Einzelaktionär der Lufthansa, ist tot. Er starb nach Angaben des Unternehmens in der Nacht zu Montag im Alter von 89 Jahren in der Schweiz. Bekannt wurde er zuletzt vor allem für ein Hamburger Prestigeprojekt, das bis heute umstritten ist.

6 min
Ausgabe lesen
Eine der beiden Starlink-Antennen: Sie sind kaum noch wahrnehmbar., © airliners.de/Andreas Sebayang
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/dsc-8569-P3ZfDV__square__242?v=1787663682","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Andreas Sebayang"},"caption":"Eine der beiden Starlink-Antennen: Sie sind kaum noch wahrnehmbar."}
Digital Passenger (92)

Enorme Reserven: Lufthansa-Starlink mit sechs Geräten getestet

Martin Gauss., © Gulf Air
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/gauss-jetzerogulfair-fur-airliners-NDsOOQ__square__242?v=1787055421","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 Gulf Air"},"caption":"Martin Gauss."}
Flugzeug auf dem Rollfeld vor der Skyline von Toronto., © airliners.de/Alexander Fink
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/af2aa6a1-69a3-4290-ab34-91416b73ff7e_1787732452_9qFTodI3__square__242?v=1787732911","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Alexander Fink"},"caption":"Flugzeug auf dem Rollfeld vor der Skyline von Toronto."}
Einmal im Monat veröffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne., © dpa/Fotomontage: airliners.de
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2013\/07\/luftrecht_d2c01526df6ecea1e4aa59d883f5f9bb__square__242?v=1784720191","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 dpa\/ Fotomontage: airliners.de"},"caption":"Einmal im Monat ver\u00f6ffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne."}
Luftrechtskolumne (145)

Drohnenabwehr am Flughafen: Notwehr statt Beleihung!

Passagiermaschinen von Lufthansa und Condor stehen am neuen Terminal 3 des Flughafens Frankfurt., © DPA/Boris Roessler
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/04\/5fb93800d7eab4f7-ciCRCF__square__242?v=1777382958","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Boris Roessler"},"caption":"Passagiermaschinen von Lufthansa und Condor stehen am neuen Terminal 3 des Flughafens Frankfurt."}
Gedankenflüge

Wem gehört der Verein, wem die Airline?

Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil

HiSERV GmbH

We make GSE simple and smart.

Zum Firmenprofil

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil

Wildau Institute of Technology e. V. (WIT)

Berufsbegleitender Aviation-Master und Weiterbildungsformate

Zum Firmenprofil

AHS Aviation Handling Services GmbH

The perfect team for every stop

Zum Firmenprofil

Flughafen Memmingen GmbH

Memmingen Airport - Der Unternehmerflughafen

Zum Firmenprofil

Hochschule Worms

Wissen, worauf es ankommt!

Zum Firmenprofil

AEROTHRIVE GmbH

Aviation Training Certificates Boosting Your Career!

Zum Firmenprofil

IU International University of Applied Sciences

WIR SIND DIE IU!

Zum Firmenprofil

ch-aviation GmbH

Accurate data and news on the airline industry.

Zum Firmenprofil

ADV Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V.

Unsere Flughäfen: Regionale Stärke, globaler Anschluss

Zum Firmenprofil