Fluggesellschaften streichen nach den tödlichen Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Jemen auf den Flughafen Riad weiterhin Flüge nach Saudi-Arabien. Damit weiten sich die Einschränkungen im Luftverkehr der Region aus. Nach Daten des Luftfahrt-Analysehauses Cirium wurden seit dem 8. Oktober mehr als 45 Prozent der Abflüge von Flughäfen in Saudi-Arabien annulliert.
Der Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt wurde am Samstag wieder geöffnet. Airlines müssen allerdings für jeden Abflug und jede Landung eine Genehmigung der saudi-arabischen Luftfahrtbehörde einholen.
Die Airlines der Lufthansa Group strichen alle Flüge von und nach Riad bis zum 18. November. Air France-KLM verlängerte die Aussetzung ihrer Verbindungen in die saudi-arabische Hauptstadt bis einschließlich 7. November. Flüge nach Dubai bleiben bei dem französisch-niederländischen Konzern bis einschließlich 31. Oktober ausgesetzt.
Die US-Airline Delta verschiebt ihre geplanten Flüge von Atlanta nach Riad auf März 2027. Zudem können Passagiere ihre Flüge von, nach und über Riad für den Zeitraum vom 23. Oktober bis 27. März kostenfrei umbuchen oder stornieren.
Golf-Airlines und asiatische Carrier setzen Flüge aus
Qatar Airways setzte ihre Flüge von und nach Riad und Dammam vorübergehend aus. Etihad Airways strich bis 24. Oktober alle Verbindungen zwischen Abu Dhabi und Riad sowie zwischen Abu Dhabi und Dammam. Im selben Zeitraum fallen zudem vier Flüge zwischen Abu Dhabi und Dschidda aus. Gulf Air aus Bahrain hatte ihre Riad-Flüge zunächst vom 12. bis 17. Oktober gestrichen. Am Dienstag waren sie weiterhin ausgesetzt.
Auch mehrere asiatische Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen nach Saudi-Arabien ausgesetzt oder die Aussetzung verlängert. Dazu zählen Air India, Indigo, Akasa Air, Cathay Pacific und Philippine Airlines. Malaysia Airlines nahm dagegen die Flüge von und nach Dschidda und Medina wieder auf.
