Recaro Rail, die Bahn-Sarte der Recaro-Gruppe, hat ihr Wachstum zuletzt deutlich beschleunigt. Das Unternehmen vergrößerte sein Team nach eigenen Angaben binnen eines Jahres um 50 Prozent, der Auftragseingang verdoppelte sich demnach im Vergleich zu den Vorjahren nahezu.
Recaro Rail habe zusätzlich in den Ausbau seiner Engineering-Kapazitäten investiert und arbeite enger mit der Schwesterfirma Recaro Aircraft Seating zusammen, teilte das Unternehmen mit. "Unser Ziel ist es, nicht nur Maßstäbe bei Bahnsitzen zu setzen, sondern auch neue Standards in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden zu schaffen", sagte René Dankwerth, Chief Executive Officer von Recaro Rail.
Um die gestiegene Nachfrage aus der Bahn-Branche zu bedienen, hatte Recaro Rail am Stammsitz im polnischen Grodzisk Wielkopolski zuletzt eine zusätzliche Montagelinie in Betrieb genommen. Nun soll die Sparte mit den Sitzen für Züge weiter wachsen, wie das Unternehmen auf der Inno Trans Messe in Berlin bekannt gab.
Getragen werden soll das Wachstum künftig unter anderem von einem neuen Produkt: Auf der Bahn-Fachmesse präsentierte Recaro Rail die neu entwickelte Sitzplattform Vela. Der Sitz verfügt laut Recaro über ein fünfstufiges Recline-System und eine feste, gebogene Rückenschale, die auch bei zurückgestellter Lehne der davorliegenden Reihe Beinfreiheit erhalten soll.
Recaro Rail beschäftigt am polnischen Stammsitz nach eigenen Angaben knapp 200 Mitarbeitende und ist neben Polen und weiteren osteuropäischen Märkten zunehmend auch in Westeuropa aktiv.
Die Sparte gehört zur Recaro-Gruppe, zu der auch Recaro Aircraft Seating in Schwäbisch Hall und Recaro Gaming in Stuttgart zählen. Im Automobil- und im Kindersicherheitsbereich ist die Marke über die Lizenznehmer Recaro Automotive und Recaro Child Safety vertreten. Die Gruppe beschäftigt insgesamt mehr als 3400 Fachleute und erzielte 2025 einen Umsatz von 723 Millionen Euro.