Die US-Regierung hat Aufträge an RTX und die spanische Indra Group für den Austausch von 612 Überwachungsradaren im amerikanischen Flugsicherungsnetz vergeben. Das berichtete "Flightglobal".
Das Verkehrsministerium und die Luftfahrtbehörde FAA teilten die Kontraktvergabe am 5. Januar mit. uDie Maßnahme ist Teil eines 31,5-Milliarden-Dollar-Programms zur Modernisierung der Flugsicherung.
RTX erhielt einen Auftrag im Wert von 438 Millionen Dollar (rund 375 Millionen Euro). Die Konzerntochter Collins Aerospace soll kooperative und nicht-kooperative Radarsysteme der nächsten Generation liefern, hieß es. Zu den Systemen zählen das kooperative Condor-Mk3 und das nicht-kooperative ASR-XM-Radar.
Vereinheitlichung von 14 Konfigurationen
Die neuen Radare sollen 14 verschiedene Konfigurationen zusammenfassen. FAA-Administrator Bryan Bedford verwies auf veraltete Systeme, deren geplante Nutzungsdauer überschritten sei.
Wartung und Unterstützung würden zunehmend kostspielig. Die Radare sollen die Überwachungsinfrastruktur des nationalen Luftraumsystems bilden.
Nicht-kooperative Radare nutzen den Angaben nach Reflexionen von Funksignalen zur Identifikation und Verfolgung von Flugzeugen. Kooperative Systeme verfolgen Flugzeuge durch Transponder-Signale.
Indra betreibt ein Werk in Kansas zur Produktion von Ausrüstung wie Radaren, Kommunikationssystemen und Navigationshilfen. Das Unternehmen kündigte im Oktober Investitionen von 50 Millionen Dollar für eine neue Fertigungsstätte in Kansas City an.
Modernisierung nach tödlicher Kollision
Die Flugsicherungs-Modernisierung zählt zu den innenpolitischen Prioritäten von Präsident Donald Trump. Trump unterstützte die Initiative nach der Kollision nahe dem Ronald Reagan Washington National Airport im Januar 2025, bei der 67 Menschen starben.
Im Juli sicherte Trump durch das Gesetzespaket "One, Big, Beautiful Bill" 12,5 Milliarden Dollar Finanzierung für das Projekt.
Verkehrsminister Sean Duffy bezifferte die Gesamtkosten der geplanten Flugsicherungs-Überholung auf 31,5 Milliarden Dollar. Die US-Regierung hatte bereits im Dezember den Technologieanbieter Peraton als Hauptmanager der Modernisierung beauftragt.
Das Verkehrsministerium und die FAA reagierten nicht auf Anfragen zu weiteren Details der Verträge.