Der Branchenverband Airlines for America lehnt den Antrag der chinesischen Fluggesellschaft Air China auf zusätzliche Flugverbindungen von Peking nach New York und Washington ab. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Eingabe des Verbands hervor.
Air China will die zusätzlichen Flüge im Zusammenhang mit dem geplanten Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump durchsetzen.
Konkret geht es um zwei Flüge, die Air China für die vergangene und die laufende Woche beantragt hatte. Nach Ansicht der US-Fluggesellschaften könnte eine Genehmigung dazu führen, dass chinesische Carrier künftig zusätzliche reguläre Flüge beantragen. Der Verband fordert deshalb, die beiden Flüge stattdessen als Charterflüge einzustufen.
Airlines for America vertritt große US-Fluggesellschaften wie American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines. In der Begründung heißt es, amerikanische Fluggesellschaften seien auf Flügen von der US-Ostküste nach China faktisch ausgeschlossen, weil ihnen der russische Luftraum verschlossen bleibe, während chinesische Anbieter ihn auf einem Teil der USA-Flüge weiter nutzen könnten.
Russland hatte US-amerikanischen und zahlreichen anderen ausländischen Fluggesellschaften im März 2022 den eigenen Luftraum gesperrt. Das geschah als Reaktion darauf, dass die USA nach dem russischen Angriff auf die Ukraine russische Flüge über amerikanischem Gebiet verboten hatten. Chinesische Fluggesellschaften blieben von diesem Verbot ausgenommen. Sie haben dadurch ihren Marktanteil im internationalen Verkehr gegenüber nicht-chinesischen Anbietern ausgebaut.