Die Tui Airlines nehmen mit dem Sommerflugplan 2027 eine Langstreckenverbindung ab Düsseldorf auf. Eine Boeing 787 der niederländischen Tuifly soll zweimal wöchentlich nach Curaçao fliegen, wie die Konzern-Airlines am Donnerstag in Hannover bei der Vorstellung ihres Sommerprogramms mitteilten.
Mit der Verbindung wollen die Airlines nach eigenen Angaben sowohl Pauschalreisende als auch Nur-Flug-Kunden erreichen. Sie ist eine von zwei neuen Langstrecken im kommenden Sommer. Ab Amsterdam fliegen die Tui Airlines zweimal pro Woche neu zum Kilimandscharo in Tansania. Diese Flüge werden mit Sansibar kombiniert.
Insgesamt planen die Tui Airlines für den Sommer 2027 mit 17 Millionen Sitzen und 84.000 Flügen. Die Kapazität steigt nach Unternehmensangaben um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahressommer. Hinzu kommen 25 Strecken, verteilt auf die Märkte Deutschland, Niederlande, Belgien und Großbritannien. Elf der Ziele waren bisher nicht im Netz, insgesamt entstehen so rund 640.000 zusätzliche Sitze. Die meisten neuen Ziele fliegen die Airlines zwei- bis dreimal wöchentlich an und haben dabei vor allem Kunden im Blick, die nur einen Flug buchen.
Am stärksten wächst die britische Basis London-Gatwick, die acht neue Strecken und damit 59 Ziele erhält. In Amsterdam soll im zweiten Quartal 2027 die Boeing 737-10 in Betrieb gehen, sofern sie bis dahin zugelassen ist. Sieben Maschinen dieses Typs ersetzen dort sechs Boeing 737-8.
In Deutschland bietet Tui im neuen Sommerflugplan mehr Sitze unter anderem nach Agadir, Boa Vista, Sal, Djerba, Funchal, Kos, Patras (Araxos), Larnaca und Teneriffa Süd an. Auch hier liegt ein besonderer Fokus auf Düsseldorf. Auf der Kurz- und Mittelstrecke kommen ab Düsseldorf und Hannover sechs Verbindungen hinzu. Málaga steuern die Tui Airlines von beiden Flughäfen an, Ljubljana, Neapel und Venedig nur ab Düsseldorf, Olbia nur ab Hannover. Venedig und Ljubljana sind zugleich neu im Netz der Konzern-Airlines.
Erstmals gemeinsam geplant
Es ist das erste Sommerprogramm, das die Konzern-Airlines auf einer gemeinsamen kommerziellen Grundlage erstellt haben. Tui hat die fünf eigenen Fluggesellschaften in Deutschland, Großbritannien, den nordischen Ländern, Belgien und den Niederlanden unter einem Dach zusammengeführt. Zusammen kommen sie auf eine Flotte von 130 Flugzeugen. Die größte Gruppe stellt die britische Tui Airways mit 65 Maschinen, gefolgt von 23 Flugzeugen der deutschen Tuifly.
Bisher bestimmte vor allem der Bedarf der Tui-Veranstalter den Vertrieb der Airlines. Lücken füllten sie mit dem Verkauf einzelner Plätze und über andere Veranstalter. Künftig wollen die Tui Airlines Flüge stärker an externe Veranstalter und Individualreisende vermarkten. Dafür führten sie die Nachfrage der Tui-Märkte, externer Veranstalter und von Nur-Flug-Kunden aus dem gesamten Streckennetz zusammen. Etwa jede dritte Strecke haben die Airlines nach eigenen Angaben überarbeitet und dabei Sitzangebot, Taktung und Flugzeugeinsatz angepasst.
Chief Commercial Officer Peter Glade sprach vom Beginn eines neuen Kapitels für die Tui Airlines. Das Veranstaltergeschäft bleibe aber der Kern der Strategie, sagte er.