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Thales plant Abschluss der Satelliten-Fusion mit Airbus und Leonardo für 2027, © Airbus
Oneweb-Satellitenproduktion bei Airbus. : Produktionshalle bei Airbus: Zwei Techniker in weißen Kitteln arbeiten an OneWeb-Kommunikationssatelliten. Sichtbar sind ein orange-grauer kollaborativer Roboterarm, goldene Isolierfolie auf der Satellitenstruktur, zwei parabolische Antennen, Werkbänke, Kabel und Montageständer. Helle Hallenbeleuchtung und blauer Hallenboden dominieren die Szene. © Airbus
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Der französische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Thales kommt nach eigenen Angaben bei der geplanten Gründung eines gemeinsamen Satellitenunternehmens mit Airbus und Leonardo voran. Konzernchef Patrice Caine erklärte, Thales wolle den Zusammenschluss weiterhin 2027 abschließen – vorbehaltlich der Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde.

Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll einen europäischen Raumfahrt-Champion schaffen. Widerstand kommt vom deutschen Satellitenhersteller OHB, der den Zusammenschluss ablehnt.

In der zivilen Sparte des Konzerns fielen die Ergebnisse gemischt aus: Höhere Margen in der Luftfahrtsparte glichen eine schwächere Entwicklung in den Cyber- und Digitalsparten aus. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im ersten Halbjahr um 11,4 Prozent auf organischer Basis auf 1,37 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen der Analysten.

Zudem kündigte Thales in diesem Monat an, den Unterwasserdrohnen-Hersteller Exail für rund 3,9 Milliarden Euro übernehmen zu wollen, um seine Position im Bereich der Unterwasserkriegsführung zu stärken. Finanzchef Jérémie Papin sagte, die Transaktion solle bis zur zweiten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen sein.

Getragen wurde die Halbjahresbilanz insgesamt von der Verteidigungssparte: Eskalierende Konflikte weltweit hätten die Militärausgaben steigen lassen und damit die Nachfrage nach Überwachungs- und Verteidigungssystemen von Thales beflügelt. Der Auftragseingang legte um 21 Prozent auf 12,47 Milliarden Euro zu – deutlich mehr als von Analysten mit einem Plus von einem Prozent erwartet. Darunter waren 18 Aufträge im Wert von jeweils mehr als 100 Millionen Euro.

Der Umsatz des größten europäischen Verteidigungselektronik-Konzerns wuchs organisch um 7,8 Prozent auf 10,95 Milliarden Euro. Die Verteidigungssparte, die mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht, legte um 13,1 Prozent zu. In den Zahlen enthalten ist eine bereits angekündigte Sonderbelastung von rund 450 Millionen Euro im Zusammenhang mit der deutschen Stornierung eines Programms für sechs F126-Fregatten.

Thales hatte bereits Anfang des Monats seine Ziele für Auftragseingang und Barmittelgenerierung im laufenden Jahr angehoben und das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill) von 1,0 auf 1,1 erhöht. Am Ziel für das organische Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent sowie an der bereinigten Ebit-Marge von 12,6 bis 12,8 Prozent hielt der Konzern fest.

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Ground Handling 8, © airliners.de/KI
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