Swissport lagert am Flughafen Frankfurt Teile seiner Bodenverkehrsdienste an Aviation Handling Services (AHS) aus. Das bestätigte der Schweizer Bodenverkehrsdienstleister auf airliners.de-Anfrage.
AHS übernimmt demnach Passagierdienste wie Check-in, Ticketing und Boarding. Diese Dienste gehören nicht zu den regulierten Bodenverkehrsdiensten, wie Swissport mitteilte. "Diese Kooperationsvereinbarung ist optional für Swissport und ermöglicht es AHS, Passagierdienste zu erbringen", erklärte das Unternehmen. Swissport könne diese Dienste flexibel je nach aktuellem Bedarf nutzen.
Die Zusammenarbeit soll Swissports Angebot am Frankfurter Flughafen stärken. AHS verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Luftfahrt in Deutschland und arbeite bereits mit Airlines wie Delta Air Lines, SAS, KLM, Air France, Cathay Pacific und Turkish Airlines zusammen. Beide Unternehmen kooperieren auch am Flughafen München.
AHS äußerte sich bislang nicht um Bitte zur Stellungnahme.
Swissport hatte im Sommer die Ausschreibung für die Bodenverkehrsdienste am größten deutschen Flughafen gewonnen. Das Unternehmen startete seinen Betrieb am 1. Februar mit 350 Angestellten, konnte aber zunächst nicht alle vereinbarten Leistungen erbringen. Wisag blieb daher auf unbestimmte Zeit als Dienstleister am Flughafen tätig.
Das Frankfurter Unternehmen klagt derweil weiterhin gegen die Lizenzvergabe. Wisag konzentriere sich aktuell auf das laufende Sommerverkehrsgeschäft am Frankfurter Flughafen, teilte das Unternehmen mit. Das Klageverfahren vom August 2024 laufe weiter. Wisag zweifle an der Rechtmäßigkeit des Lizenzbescheides.
Wisag war seit 2018 als Lizenzinhaber für Bodenverkehrsdienste am Flughafen Frankfurt tätig. Bei der Lizenzvergabe 2024 verlor das Unternehmen den Zuschlag an Swissport. Das Verfahren könne sich über Jahre hinziehen, erklärte Wisag.