Sita-Report: Verlorenes Gepäck kostet Airlines 6,3 Milliarden Dollar jährlich
Verlorenes oder beschädigtes Gepäck kostet Fluggesellschaften im Schnitt rund 260 Dollar pro Stück. Aufs Jaht gerechnet entstehen Fluggesellschaften Kosten von mehr als 6,3 Milliarden Dollar.
Wenn eine Fluggesellschaft Koffer verliert oder beschädigt, kann sie das teuer zu stehen kommen: Im Durchschnitt entstünden Kosten von rund 260 Dollar (knapp 230 Euro) pro Gepäckstück, schreibt der Dienstleister Sita in Genf in seinem neuen Gepäck-Report.
Pro Passagier verdienten Fluggesellschaften nach Abzug aller Kosten nur acht Dollar. Nach dieser Rechnung mache also ein verlorenes oder beschädigtes Gepäckstück den Profit aus bis zu 30 verkauften Tickets zunichte.
Weltweit schätzt Sita die jährlichen Kosten für Airlines auf 6,3 Milliarden Dollar – nach 7,9 Milliarden Dollar im Jahr davor.
Sita unterscheidet dabei drei Kategorien: Fehlgeleitete und verspätet zugestellte Gepäckstücke machen mehr als 75 Prozent der Problemfälle aus, beschädigte Stücke 21 Prozent und dauerhaft verlorene Gepäckstücke vier Prozent.
Zahl der Gepäckprobleme rückläufig
Die Zahl der Gepäckprobleme geht nach Angaben von Sita stetig zurück – im vergangenen Jahr um 19 Prozent im Jahresvergleich. Trotz gestiegener Passagierzahlen wurden 2025 weniger Gepäckstücke beschädigt oder verloren als im letzten Jahr vor der Pandemie.
2019 kamen bei weltweit knapp 4,5 Milliarden beförderten Passagieren 26 Millionen Gepäckstücke abhanden oder wurden beschädigt; 2025 waren es bei knapp fünf Milliarden Passagieren 24 Millionen Gepäckstücke.
Abhilfe könnten eine bessere Datenvernetzung zwischen Fluggesellschaften, Flughäfen und Bodendienstleistern sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz schaffen, um den Standort jedes Gepäckstücks in Echtzeit zu kennen, so Sita.
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