Gut zweieinhalb Stunden nach der Sperrung des Sicherheitsbereiches des Hamburger Flughafens ist der Betrieb wieder aufgenommen worden. Die Sicherheitskontrollen seien wieder geöffnet, sagte eine Sprecherin der "Deutschen Presse-Agentur" in Hamburg. "Wir kehren wieder in den Normalbetrieb zurück."
Zu Verspätungen und Ausfällen von Abflügen machte der Flughafen zunächst keine näheren Angaben. Die Ankünfte seien nicht betroffen, sagte die Sprecherin.
Die teilweise Räumung des Flughafens war eine Reaktion auf einen unbefugten Mann im Sicherheitsbereich. Der Mann sei "unbewusst durch Drücken eines Notknopfes in den Bereich gelangt, sagte eine Flughafensprecherin. Er sei schnell aufgefunden worden.
Nach Angaben der Bundespolizei mussten Reisende, die sich hinter der Sicherheitskontrolle befanden, zurück vor die Kontrolle. Auch bereits in den Maschinen sitzende Passagiere mussten demnach wieder aussteigen. Der Flughafen bestätigte das. Es habe sich um eine vorgeschriebene Vorsichtsmaßnahme gehandelt.
Betroffen war nach Angaben der Bundespolizei ausschließlich der Sicherheitsbereich, in dem sich die bereits kontrollierten Passagiere befanden. Die übrigen Teile des Flughafens waren weiterhin zugänglich, hieß es.
Eine Bundeswehr-Übung mit Tornado-Kampfflugzeugen am Hamburger Flughafen hatte mit der "polizeilichen Lage" am Airport nichts zu tun: Die seit Montag am Flughafen stationierten sechs Maschinen hätten Hamburg am Vormittag bereits wieder verlassen, sagte ein Sprecher des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 "Immelmann" der "Deutschen Presse-Agentur". Die Übung sei beendet, die Kampfflugzeuge landeten nach Abschluss ihres Trainings wieder bei ihrem eigentlichen Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein.