Ryanair hat im September 20,1 Millionen Passagiere befördert. Das teilte der Low-Cost-Carrier am Freitag mit. Im Vorjahresmonat waren 19,4 Millionen Fluggäste mit der Airline unterwegs gewesen– ein Plus von vier Prozent. Der Sitzladefaktor lag wie im September 2025 bei 94 Prozent.
Insgesamt führte Ryanair im September mehr als 111.700 Flüge durch. Mehr als 1000 Verbindungen musste die Airline streichen. Als Gründe nannte sie einen erneuten Systemausfall der britischen Flugsicherung, Streiks bei der belgischen Flugsicherung sowie Ausbrüche des Vulkans Ätna.
Für die Monate April bis Oktober hatte Ryanair eigentlich ein Verkehrswachstum von mehr als fünf Prozent in Aussicht gestellt. Im August waren 22,2 Millionen Passagiere mit der Airline geflogen.
Auf Zwölfmonatssicht beförderte Ryanair 215,1 Millionen Passagiere. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum bis Ende September 2025 waren es 203,9 Millionen gewesen, ein Plus von fünf Prozent. Der Sitzladefaktor blieb auch über zwölf Monate betrachtet unverändert bei 94 Prozent.
Passagierziel gesenkt, Max 10 erwartet
Anfang September hatte Ryanair ihr Passagierziel für das Geschäftsjahr 2027 von 216 auf 214 Millionen Fluggäste gesenkt. Als Grund nannte die Airline die hohen Treibstoffkosten infolge des Iran-Kriegs. Wegen der Kerosinkosten würden die Ticketpreise im Sommer 2027 um 15 bis 20 Prozent steigen. Ihre Kapazität im Winter wollte sie weitgehend auf Vorjahresniveau halten.
Bei der Flotte setzt Ryanair auf weiteres Wachstum durch die Boeing 737 Max 10. Doch auch das wackelt. Vorstandsvorsitzender Michael O'Leary sagte zwar am Dienstag, er rechne weiterhin damit, die ersten 15 Flugzeuge des Typs im Frühjahr 2027 zu erhalten. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte die Zulassung der Max 10 am Montag aber wegen eines Softwareproblems zurückgestellt.