Portugal rechnet in den kommenden Monaten nicht mit Versorgungsengpässen bei Kerosin an seinen Flughäfen. Das erklärte Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz gegenüber Journalisten. Die Regierung stehe in Kontakt mit den Mineralölunternehmen und kenne die an den nationalen Flughäfen verfügbaren Lagerbestände, sagte Pinto Luz – ohne konkrete Zahlen zu nennen.
Europäische Fluggesellschaften hatten zuvor vor möglichen Kerosin-Engpässen infolge des Iran-Kriegs gewarnt. Europa bezieht rund 75 Prozent seiner Kerosin-Importe aus dem Nahen Osten. "Es ist ein Problem auf europäischer Ebene, wir beobachten die Situation genau ... unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass in den kommenden Monaten nichts ausfällt. Wir sind überzeugt, dass die Versorgung weiterhin gewährleistet sein wird", sagte Pinto Luz.
Portugal ist nach Einschätzung von Beobachtern weniger stark von dem Konflikt betroffen als andere europäische Länder. Der wichtigste Kerosin-Lieferant für portugiesische Flughäfen, Galp, bezieht sein Rohöl überwiegend aus Brasilien und verarbeitet es in seiner Raffinerie in Sines zu Kerosin.
Galp teilte mit, in den kommenden Monaten seien keine Versorgungsunterbrechungen zu erwarten. Der Bedarf werde durch die eigene Produktion, vorhandene Lagerbestände sowie Importe gedeckt. Das Unternehmen ergreife zudem Maßnahmen, um die Kerosinversorgung abzusichern.