Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines blickt nach deutlichem Wachstum in den ersten neun Monaten optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Dax-Konzern erwartet nun einen Jahresumsatz von 9,5 bis 9,7 Milliarden Euro und damit in der oberen Hälfte der bisher in Aussicht gestellten Spanne.
"Die Nachfrage der Fluggesellschaften nach neuen Flugzeugen und nach Instandhaltungsdienstleistungen ist ungebrochen", sagte Vorstandschef Johannes Bussmann zur Vorlage der Zwischenbilanz in München. Angesichts hoher Kerosinpreise seien Triebwerke mit geringem Verbrauch gefragt, sagte er weiter. "Insofern profitieren wir da einfach von unserem Produktportfolio."
"Wir gehen davon aus, dass wir 2026 einen Umsatz von 9,5 bis 9,7 Milliarden Euro erreichen", sagte Finanzvorständin Katja Garcia Vila. Bisher hatte MTU einen bereinigten Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Milliarden Euro erwartet. "In unserer Umsatzerwartung schlägt sich neben der hohen Nachfrage auch ein günstigerer US-Dollar-Wechselkurs nieder", ergänzte sie.
In den ersten neun Monaten steigerte MTU den bereinigten Umsatz um 13 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte um fünf Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Der bereinigte Gewinn nach Steuern stieg um vier Prozent auf 751 Millionen Euro.
Getragen wurde das Wachstum vor allem von der zivilen Instandhaltung und dem Ersatzteilgeschäft. Für beide Bereiche hob MTU den Ausblick an. Die Erwartungen für das zivile Seriengeschäft senkte MTU hingegen. Das Geschäft mit neuen Triebwerken dürfte schwächer wachsen als zunächst gedacht. Unverändert blieb der Ausblick für das Militärgeschäft.
Zahlen zum dritten Quartal
Im dritten Quartal steigerte MTU den Umsatz im Jahresvergleich um fast 14 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn stieg um drei Prozent auf 349 Millionen Euro. Bei diesem Wert hatten Experten mehr erwartet. Unter dem Strich ging der Quartalsgewinn um neun Prozent auf 227 Millionen Euro zurück.
Für das bereinigte operative Ergebnis hat der Vorstand weiterhin 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro im Auge. Das schließt eine Stagnation im Vergleich zum Vorjahr nicht aus. Vom bereinigten Gewinn sollen nun 55 bis 60 Prozent als freie Finanzmittel übrig bleiben. Das entspricht der oberen Hälfte der erst im Sommer angehobenen Zielspanne.
Der Auftragsbestand lag Ende September mit 29,8 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau. "Am Ende des Tages haben wir eine sehr stabile Auslastung", sagte Bussmann.
