Marokko will von Einzelteilen zu Triebwerks- und Fahrwerksmontage übergehen
Marokkos Luftfahrtindustrie könnte ihre Exporte binnen drei Jahren auf rund fünf Milliarden US-Dollar steigern. Der Branchenverband Gimas setzt auf neue Zulieferer, komplexere Systeme und den Einstieg in die Drohnenproduktion.
Marokkos Luftfahrtindustrie könnte ihre jährlichen Exporte binnen drei Jahren auf etwa fünf Milliarden US-Dollar (rund 4,5 Milliarden Euro) steigern. 2025 hatten sie bei rund drei Milliarden US-Dollar gelegen. Das Land ziehe neue Zulieferer an, die hochwertige Teile fertigten, sagte der Chef des Branchenverbands GIMAS, Mohammed Bellatig, am Rande der Marrakech Airshow.
Der Sektor beschäftigt rund 25.000 Menschen in etwa 160 Unternehmen, darunter Zulieferer von Airbus, Boeing und Safran. Er wolle die lokale Wertschöpfung erhöhen, sagte Bellatig. Dazu solle Marokko nicht mehr nur einzelne Komponenten herstellen, sondern komplexere Luftfahrtsysteme fertigen.
In naher Zukunft werde das Land Triebwerke und Fahrwerke montieren, "damit wir eine viel höhere Wertschöpfung bieten als heute", so der Verbandschef.
Marokko will zudem in die Drohnenindustrie einsteigen. Regierungsvertreter sehen darin eine natürliche Erweiterung der Fähigkeiten, die das Land in der Flugzeugfertigung bereits aufgebaut hat. Bellatig sagte, die Drohnenproduktion könne auf Wissen bei Werkstoffen, Montage und Ingenieurwesen aufbauen, das die Luftfahrtbranche des Landes schon besitze.
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