Air India will ab Donnerstag alle Piloten verpflichtend auf nicht zugelassene Substanzen testen und weitet die Kontrollen damit über die bestehenden regulatorischen Anforderungen hinaus aus.
Das geht aus einer internen Mitteilung hervor, die Reuters vorliegt. Der Schritt erfolgt wenige Tage, nachdem ein bei einem Zwischenfall während des Flugs beteiligter Pilot positiv auf Marihuana getestet worden war.
Die verpflichtenden Tests sollen auf Substanzen und Medikamente prüfen, die nach Luftfahrtvorschriften verboten sind. Sie sollen im Rahmen von Schulungen an der Air-India-Akademie in Gurugram, nach Flügen am Flughafen und in Büros der Airline stattfinden. Getestet werden sollen auch Piloten der Billigtochter Air India Express.
Die geltenden Vorschriften verlangen von Fluggesellschaften, jährlich mindestens zehn Prozent des fliegenden Personals stichprobenartig auf psychoaktive Substanzen zu testen. "Wir sind jedoch nun der Ansicht, dass es wichtig ist, weiter zu gehen", erklärte Air India in der Mitteilung und ergänzte, die Initiative solle die Sicherheitsstandards wahren und Passagieren sowie anderen Stakeholdern zusätzliche Sicherheit geben.