Dänische Airline DAT übernimmt Saarbrücken-Berlin-Flüge

Luxair zieht sich auf der Strecke Saarbrücken-Berlin-Tegel zurück. Land und Flughafen präsentieren übergangslos eine neue Airline. Ab dem 1. Januar übernimmt die dänische Airline DAT die Verbindung. Auch sie erhält eine Anschubfinanzierung.

DAT wird eine ATR72-600 auf der strecke nach Saarbrücken einsetzen. © Danish Air Transport

Die dänische Fluggesellschaft Danish Air Transport (DAT) wird ab dem 1. Januar die Route Saarbrücken-Berlin übernehmen, teilte der landeseigene Flughafen der saarländischen Landeshauptstadt mit. Die Dänen übernehmen die Route von der luxemburgischen Luxair, die aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit die Strecke zum 31. Dezember aufgeben wird. Spekuliert wurde über vorzeitiges Aus der Strecke schon länger.

Der Flughafen teilte in seiner Mitteilung mit, dass ein nahtloser Übergang der Verbindung "oberste Priorität" gehabt habe. Mit der dänischen Airline habe man "nach intensiven Sondierungen und Verhandlungen" einen neuen Partner gefunden.

DAT wird die Strecke bis zu dreimal täglich und damit in der gleichen Frequenz fliegen, wie zuvor Luxair. Die Dänen werden auch eine ähnliche Kapazität auf der Route in die Bundeshauptstadt anbieten. Eingesetzt wir eine ein Jahr alte ATR-72-600, die wie die von Luxair eingesetzten Maschinen rund 72 Plätze bietet.

Kapazität bleibt bestehen

Allerdings ist das Turboprop-Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von 500 Kilometern pro Stunde deutlich langsamer als die 800 km/h schnelle Bombardier CRJ 700. Daher wird die Flugzeit künftig rund eine Stunde und vierzig Minuten betragen. Luxair ließ die Route seit dem Start im Januar 2018 von verschiedenen Wet-Lease-Partnern durchgeführen.

Eine Sprecherin des saarländischen Wirtschaftsministeriums teilte auf airliners.de-Anfrage mit, dass die dänische Airline ähnlich wie zuvor Luxair einen Vertrag für die Strecke für die kommenden fünf Jahre abgeschlossen hat. Dafür erhält die Airline eine Anlaufförderung und Marketingleistungen. Beides ist laut der Sprecherin "beihilfekonform".

Ende September wurde bekannt, dass Luxair mit den Passagierzahlen auf der Verbindung unzufrieden ist. Die luxemburgische Airline rechnete mit 100.000 jährlichen Passagieren, tatsächlich sollen es 2018 allerdings nur 80.000 gewesen sein. Laut der "Saarbrücker Zeitung" habe es eine Vertragsklausel gegeben, die es der Airline ermöglichte den eigentlich auf fünf Jahre angelegten Vertag vorzeitig zu kündigen.

Von: br

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