Die Personalvertretung der Lufthansa Cityline hat Klage gegen die Lufthansa erhoben. Hintergrund ist die jüngste Tochter des Konzerns, Lufthansa City Airlines. Das geht aus einem internen Dokument hervor, welches airliners.de vorliegt.
Konkret geht es um den Gemeinschaftsbetrieb von Lufthansa Cityline und City Airlines, den die Personalvertretung als solchen ansieht. "Es gibt deutliche Anzeichen, dass der Flugbetrieb und die dazugehörige Führungsstruktur von Lufthansa Cityline und City Airlines keine wirtschaftlich und personell unabhängigen, eigenständigen Einheiten bilden", hieß es in dem internen Dokument.
Die Personalvertretung erhofft sich, dass ein Gericht feststellt, wie essenziell Lufthansa Cityline für den Flugbetrieb von City Airlines sei. Nach ihrer Ansicht ist die geplante Schließung der Cityline damit hinfällig.
Lufthansa wollte sich hinsichtlich der rechtlichen Schritte durch die Personalvertretung nicht äußern.
Zudem klagt die Personalvertretung die schlechten Arbeitsbedingungen bei Lufthansa Cityline an. Dem Management werden zudem fehlende Erfahrung und falsche Entscheidungen vorgeworfen. Auch dazu wollte sich Lufthansa nicht auf Nachfrage von airliners.de äußern.
Lufthansa City Airlines ist vor allem für Zubringerflüge gedacht und soll sukzessiv die bestehende Lufthansa Cityline ersetzen, wie Konzernchef Carsten Spohr bereits im Juni gegenüber airliners.de bekräftigt hatte.
Im Interview hieß es: "Lufthansa City Airlines ist vor allem gedacht, um Lufthansa Cityline zu ersetzen, die hat unsere Hubs über 30 Jahre mit Passagieren gefüttert. Das wird sich in den nächsten Jahren ändern, weil die Cityline dann keine Flugzeuge mehr hat, um das zu tun."
Vor allem die Mainline hat mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und flog zuletzt im dritten Quartal einen Verlust ein. Mit einem Turnaround-Programm soll auf der Kurzstrecke die Zubringerflüge zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München mit der neuen City Airlines durch geringere Personalkosten verbilligt werden.