KLM hat vor knappen Beständen an Enteisungsflüssigkeit für Flugzeuge am Flughafen Amsterdam-Schiphol gewarnt. Grund sind anhaltend kalte Wetterbedingungen, die in den vergangenen fünf Tagen zu Tausenden Flugausfällen geführt haben.
Die 25 Enteisungsfahrzeuge der Airline sind am Hauptdrehkreuz Amsterdam im Dauereinsatz und verbrauchen täglich rund 85.000 Liter des Gemischs aus erhitztem Wasser und Glykol.
Damit werden startende Flugzeuge vor dem Abflug von Schnee und Eis befreit. "Seit Freitag enteist KLM am Flughafen Schiphol rund um die Uhr Flugzeuge mit täglich gelieferter Enteisungsflüssigkeit", teilte die niederländische Tochter des Luftfahrtkonzerns Air France-KLM mit.
Lieferverzögerungen verschärfen Situation
"Aufgrund einer Kombination aus extremen Wetterbedingungen und Verzögerungen bei der Lieferung durch den Anbieter gehen die Vorräte zur Neige. Diese Herausforderung ist derzeit in ganz Europa weit verbreitet", erklärte die Fluggesellschaft weiter.
KLM habe Mitarbeiter zum Lieferanten nach Deutschland geschickt, um zusätzliche Enteisungsflüssigkeit abzuholen. Einen konkreten Zeitrahmen, wann die Vorräte aufgebraucht sein könnten, falls keine Nachschübe eintreffen, konnte die Gesellschaft nicht nennen.
"Wir tun alles, um das zu verhindern", sagte KLM-Sprecherin Anoesjka Aspeslagh. Der Flughafen Schiphol teilte mit, dass er noch über ausreichende Vorräte einer anderen Art von Enteisungsflüssigkeit verfüge, die zum Entfernen von Eis und Schnee von Start- und Landebahnen verwendet wird.
KLM strich mindestens 300 Flüge von und nach Amsterdam, wo die Gesellschaft der größte Betreiber ist. In den Niederlanden werden die winterlichen Bedingungen in den kommenden Tagen voraussichtlich anhalten. Für den Morgen werden starker Schneefall und kräftiger Wind erwartet.