"Noch in diesem Jahr bestellen wir mit Evia Aero vollelektrische Regionalflugzeuge", © Evia Aero
Florian Kruse © Evia Aero
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Mit Evia Aero entsteht in Deutschland eine neue Fluggesellschaft. Sie will sich auf Regionalflüge fokussieren und setzt komplett auf Elektroflugzeuge. Diese will Evia Aero dieses Jahr noch bestellen. Bevor es losgehen kann, hat das Start-up aber auch am Boden noch viel zu tun, erläutert CEO Florian Kruse.

airliners.de: Herr Kruse, was haben Sie mit Evia Aero vor?

Florian Kruse: Wir werden innerhalb der nächsten fünf Jahre das ehemals gut funktionierende Geschäftsmodell des Regionalflugs in Deutschland und Europa wiederbeleben und verlorengegangene Märkte im Luftverkehr reaktivieren. Es gab in diese Richtung natürlich schon viele Ideen und Konzepte. Wir sind jetzt aber da, um das konkret umzusetzen. Das können wir, weil wir auf 100 Prozent elektrisch betriebene Flugzeuge setzen.

Die Technologien dafür sind da, endlich wieder Regionalflug zu vernünftigen Kosten auch mit kleinerem Fluggerät anzubieten. Wir bauen aber nicht nur ein Streckennetz. Wir haben starke Industriepartner aus den Bereichen der Energieerzeugung und der Energiemanagement- beziehungsweise Puffermanagementsysteme. Diese Unternehmen haben ein großes Interesse, mit uns gemeinsam elektrischen Regionalflug erstmals in Deutschland umzusetzen. Das ist interessant für diese Unternehmen, weil sie ihre Geschäftsmodelle in die Luftfahrt hinein erweitern wollen.

Stichwort Umsetzung: Müssen Sie sich tatsächlich selbst darum kümmern, dass sie an den Flughäfen zukünftig aufladen können?

Das stimmt. Bevor wir loslegen können, müssen wir sicherstellen, dass die Ladeinfrastruktur am Boden stimmt. Auch die Energiebeschaffung muss passen, wir wollen ja mit 100 Prozent Ökostrom operieren. Zudem geht es um die Strommengen, die passend zum Flugplan vor Ort zur Verfügung stehen müssen. Das geht alles nicht von heute auf morgen, allein die Genehmigungsverfahren mitsamt Energiemanagementplanung und Zuleitung für einen neuen Standort an einem Flughafen braucht ihre Zeit.

Welche und wie viele Elektroflugzeuge wollen Sie denn betreiben?

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