Nach einem Zwischenfall auf einem Air-India-Flug mit mehreren verletzten Passagieren hat die Fluggesellschaft ihren Kapitän entlassen. Einem veröffentlichten vorläufigen Bericht der indischen Flugsicherheitsbehörde zufolge war der Pilot positiv auf psychoaktive Substanzen getestet worden. Während des Fluges war es zu einem vorübergehenden Ausfall von drei Hydrauliksystemen gekommen.
Nach Angaben des Berichts registrierte das Flugsteuerungssystem einen Ausfall von drei Hydrauliksystemen über mehrere Sekunden. Die Maschine stieg zunächst um 113 Meter und sank anschließend um 89 Meter. Der Ausfall führte dazu, dass sich der Autopilot abschaltete und eine zwei Sekunden lange Strömungsabrisswarnung auslöste, bevor sich die Systeme wieder stabilisierten und das Flugzeug zum Normalbetrieb zurückkehrte.
Der Airbus A320 mit 137 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord verlor Anfang August auf dem Weg von der thailändischen Insel Phuket nach Neu Delhi plötzlich an Höhe. Dabei wurden 24 Menschen verletzt, bevor sich das Flugzeug wieder stabilisierte. Indiens Zivilluftfahrtministerium stufte den Vorfall als schwerwiegenden Zwischenfall ein.