Der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtzulieferer Howmet Aerospace hat seine Jahresprognose angehoben: Der Umsatz soll nun zwischen zehn und 10,1 Milliarden Dollar (rund 8,66 bis 8,75 Milliarden Euro) liegen, nach einer bisherigen Erwartung von 9,58 bis 9,73 Milliarden Dollar.
Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf 5,23 bis 5,31 Dollar geschätzt, nach zuvor 4,88 bis 5,00 Dollar. Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel um drei Prozent. Seit Jahresbeginn hat sie bereits mehr als 40 Prozent zugelegt.
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 24 Prozent auf 2,55 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 46 Prozent auf 1,33 Dollar – jeweils über den Analystenerwartungen.
Steigende Nachfrage durch Boeing-Produktionshochlauf
Howmet profitiert von steigender Nachfrage nach Bauteilen für den Produktionshochlauf bei Boeing und Airbus sowie von Nachfrage nach Gasturbinenschaufeln für den Energiebedarf von Rechenzentren. Das Unternehmen erwägt zusätzliche Kapazitätserweiterungen und sieht auch Nachfrage aus dem Verteidigungssektor.
Howmet hat die Preise für einzelne Befestigungselemente zuletzt verdoppelt, wie zwei mit der Materie vertraute Branchenquellen Reuters berichteten. Die Konsolidierung im Befestigungselemente-Geschäft von Dutzenden Anbietern auf wenige Großunternehmen stützt die Margen.
Analysten und Berater warnen jedoch, dass Flugzeugbauer und große Zulieferer die gestiegenen Teilkosten zunehmend hinterfragen. "Befestigungselemente sind die wichtigste Kategorie, bei der alle auf Kostensenkungen schauen", sagte AlixPartners-Partner Matteo Peraldo.