Honeywell Aerospace hat seine Prognose für das organische Umsatzwachstum auf vier bis fünf Prozent gesenkt, nach zuvor erwarteten sieben bis neun Prozent, wie das Unternehmen mitteilte.
Der bereinigte Gewinn je Aktie wird nun auf 7,60 bis 7,90 Dollar erwartet – deutlich unter dem Analystenkonsens von 8,86 Dollar. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel rund zehn Prozent.
Anhaltende Lieferkettenengpässe zwingen Honeywell Aerospace, Erstausrüsterlieferungen an Boeing und Airbus vorzuziehen. Das geht zu Lasten des margenstärkeren Aftermarket-Geschäfts.
Zudem bevorzugt Honeywell Aerospace derzeit inländische Verteidigungs- und Raumfahrtprogramme gegenüber international Aufträgen, was den Produktmix in der zweiten Jahreshälfte verschlechtert.
Robuste Nachfrage
"Die Nachfrage ist weiterhin sehr robust. Es ist wirklich eine Versorgungsherausforderung", sagte CFO Josh Jepsen. CEO James Currier räumte ein, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichten, um den erwarteten Produktionsanstieg zu erzielen.
Im zweiten Quartal sank der bereinigte Gewinn je Aktie um 32 Prozent auf 1,87 Dollar. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 4,52 Milliarden Dollar. Beide Werte verfehlten die Analystenerwartungen.
Das Unternehmen war im Juni nach der Aufspaltung von Honeywell an der Nasdaq gestartet und verzeichnete dabei rund 100 Millionen Dollar an Trennungskosten und Lagerbestandsabschreibungen.