Die Flughafen Zürich AG hat ihren Ertrag im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 673,6 Millionen Schweizer Franken (rund 719,6 Millionen Euro) gesteigert. Das Konzernergebnis stieg um ein Prozent auf 163,7 Millionen Schweizer Franken. Grundlage war ein deutlich höheres Passagieraufkommen, wie der Flughafenbetreiber mitteilte.
Die höhere Nachfrage kam sowohl dem Aviation- als auch dem Non-Aviation-Geschäft zugute. Die Aviation-Erträge kletterten um fünf Prozent auf 345,2 Millionen Schweizer Franken, die nicht-aviatischen Erträge stiegen ebenfalls um fünf Prozent auf 328,4 Millionen Schweizer Franken. Die Betriebskosten erhöhten sich um sechs Prozent auf 299,4 Millionen Schweizer Franken, auch wegen der Inbetriebnahme des neuen Flughafens Noida in Indien.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) wuchs um vier Prozent auf 374,2 Millionen Schweizer Franken. Höhere Abschreibungen und Finanzaufwendungen bremsten das Wachstum des Konzernergebnisses, vor allem wegen des Anlaufs des Flughafens Noida.
Lukas Brosi, CEO der Flughafen Zürich AG, sagte: "Hinter uns liegt ein intensives erstes Halbjahr. Geopolitische Unsicherheiten, ein weiter steigendes Passagieraufkommen, zahlreiche Infrastrukturprojekte unter laufendem Betrieb sowie die Inbetriebnahme des Noida International Airport haben uns stark gefordert. Umso mehr freut es mich, dass wir einen stabilen und sicheren Betrieb gewährleisten konnten."
Rund 15,8 Millionen Passagiere nutzten im ersten Halbjahr den Flughafen Zürich, sechs Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Nachfrage blieb trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten hoch, vor allem im Schweizer Lokalmarkt, wie die Flughafen Zürich AG mitteilte.
Das Frachtvolumen sank dagegen um ein Prozent auf rund 217.300 Tonnen, vor allem wegen geringerer Importmengen.
Im internationalen Flughafengeschäft wuchsen die Erträge der Flughafen Zürich AG um 16 Prozent auf 66,6 Millionen Schweizer Franken – vor allem dank der weiterhin positiven Entwicklung der brasilianischen Standorte. Insgesamt zählten die internationalen Flughäfen des Konzerns im ersten Halbjahr mehr als sieben Millionen Passagiere. Die brasilianischen Flughäfen wuchsen dabei im Schnitt um 13,8 Prozent.
Investitionen in diverse Projekte
Am Standort Zürich laufen mehrere große Infrastrukturprojekte. Dazu zählt die landseitige Passagierbereichs-Entwicklung, deren Eröffnung ab Herbst 2027 in Etappen erfolgen soll, sowie der geplante Ersatzneubau von Dock A einschließlich Tower und Dockwurzel.
Der Zürcher Kantonsrat lehnte zudem eine Volksinitiative zur Nachtruhe ab. Damit bleiben die bisherigen Betriebszeiten am Flughafen Zürich von 6:00 bis 23:30 Uhr bestehen.
Der Nationalrat votierte zudem im Zuge der laufenden Reform des Luftfahrtgesetzes dafür, die bestehenden Betriebszeiten an den Landesflughäfen rechtlich abzusichern.