Die FAA hat einen zwölfjährigen Vertrag im Wert von 875 Millionen US-Dollar (rund 768 Millionen Euro) an das Unternehmen Air Space Intelligence vergeben, um das amerikanische Flugverkehrsmanagement grundlegend zu erneuern.
Das neue System trägt den Namen Strategic Management of Airspace, Routes, and Trajectories (SMART) und soll Flugpläne, Wetterdaten, Flughafenkapazitäten und Luftraumbedingungen analysieren, um Engpässe und Konflikte bereits vor dem Abflug zu erkennen und zu vermeiden. Damit sollen laut FAA Tausende von Verspätungen und Annullierungen vermieden werden.
Jahrelange Stauprobleme im US-Luftraum
Die FAA kämpft seit Jahren mit Überlastungsproblemen – verursacht durch steigende Nachfrage, Baustellen auf Rollbahnen, Unwetter und Mangel an Fluglotsen. Im April ordnete die Behörde am Chicagoer Flughafen O'Hare die Streichung von 300 Flügen am Tag an und verlängerte zuletzt Kapazitätskürzungen am Newark Liberty International Airport und anderen New Yorker Flughäfen.
Im vergangenen Jahr hatte der Kongress bereits 12,5 Milliarden US-Dollar für die Modernisierung veralteter Technologie und die Aufstockung des Fluglotsen-Personals bewilligt. Das US-Verkehrsministerium (USDOT) beantragt weitere zehn Milliarden US-Dollar für zusätzliche Verbesserungen.
Airlines äußern Bedenken hinter den Kulissen
Airlines haben die FAA nach Reuters-Informationen seit Monaten mit Bedenken konfrontiert: Sie sorgen sich darum, nach welchen Kriterien die Behörde entscheidet, welche Flüge bei Konflikten verschoben werden – und ob das System bereits in diesem Herbst einsatzbereit sein kann.
US-Verkehrsminister Sean Duffy erklärte, das System werde "grundlegend neu gestaltet, wie der Luftraum verwaltet wird". Airlines for America begrüßte das Vorhaben und sieht darin einen Beitrag zu effizienterem und verlässlicherem Luftverkehr.