Die Easyjet wird vorerst kein Satelliten-Internet von Elon Musks Firma Starlink an Bord ihrer Flugzeuge anbieten. Es habe Gespräche mit Starlink gegeben, aber die Wirtschaftlichkeit eines solchen Angebots sei derzeit nicht gegeben, sagte Konzernchef Kenton Jarvis vor Journalisten.
Finanzchef Neil Sorahan vom Konkurrenten Ryanair hatte Anfang der Woche erklärt, die irische Billigairline sei offen dafür, künftig Elon Musks Starlink-WLAN in ihren Flugzeugen einzusetzen. Die Airline werde sich für den jeweils besten Anbieter entscheiden, sobald Technologie und Preis stimmen. Ryanair plant nach eigenen Angaben, innerhalb von drei bis fünf Jahren kostenloses WLAN in der gesamten Flotte anzubieten.
Sorahan äußerte sich nach einem Online-Streit zwischen Ryanair-Chef Michael O'Leary und Musk. O'Leary war gefragt worden, ob er dem Beispiel von Lufthansa und British Airways folgen und die Starlink-Satelliteninternettechnologie in seine Flotte von 650 Flugzeugen einbauen würde. Die Lufthansa Group rüstet bald alle rund 850 Flugzeuge mit Starlink aus.
Der Vorstandschef lehnte die Idee ab und erklärte, dass zusätzliche Antennen an den Jets den Treibstoffverbrauch um zwei Prozent erhöhen und die jährlichen Kerosinkosten von fünf Milliarden Dollar um 200 bis 250 Millionen Dollar steigern würden. Während viele Airlines Internet an Bord anbieten, besteht bei Billigfliegern wie Easyjet und Ryanair weiterhin eine Lücke. Andere Carriers wie Emirates setzen bereits erfolgreich auf Starlink.