Emirates erste Boeing 777 fliegt bald mit Starlink-Internetzugang, © DPA/Kamran Jebreili/AP
Eine Boeing 777-300 und ein Airbus A380 von Emirates begegnen sich auf dem Flughafen von Dubai. © DPA / Kamran Jebreili/AP
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Im Rahmen ihres Retrofit-Programms hat nun auch Emirates damit begonnen, ihre Flugzeuge mit Starlink-Antennen auszustatten. Zuerst werden die Boeing 777 umgebaut, damit diese sich mit den Low-Earth-Orbit-Satelliten (Leo) von Starlink verbinden können. Das erste Flugzeug ist laut Emirates auch schon passend zur Dubai Air Show fertiggestellt worden und dient derzeit als Demonstrationsplattform während der Flugshow.

Interessanterweise hat Emirates auch den Einbau von Starlink-Antennen für ihre A380-Flugzeuge angekündigt. Laut Starlink gibt es dafür offiziell zum Stand Ende Oktober noch kein Supplemental Type Certificate (STC). Emirates bestätigt so aber, dass auch die A380 zu den Starlink-Flugzeugen gehören wird, obwohl Space X dafür noch kein konkretes Datum nennt. Der Maschinentyp ist noch nicht einmal einzeln genannt, sondern fällt unter "Alle anderen" Flugzeuge, die für "2026+" ein STC für Starlink bekommen sollen.

Trotzdem nennt Emirates auch für die A380 schon Details. So sollen in dem Doppeldecker insgesamt drei Access Points Starlink-Antennensysteme verbaut werden. Einer mehr als in der 777. Ab Februar 2026 beginnt der erste Umbau einer A380. Die 777-Umbauten laufen hingegen sofort an. Emirates will pro Monat 14 Flugzeuge Starlink-tauglich machen. Mitte 2027 sollen dann insgesamt 232 Flugzeuge mit Starlink ausgestattet worden sein.

Der erste Flug mit regulären Fluggästen soll am 23. November abheben. Für Passagiere dürfte das Angebot interessant werden, denn es wird kostenlos und gleichzeitig leistungsfähig sein.

Schnelles Internet dank Leo-Satelliten

Dank einer vergleichsweise niedrig fliegenden Satelliten-Konstellation verspricht Starlink schnelle Reaktionszeiten (Latenz) bei gleichzeitig hohen Download-Geschwindigkeiten. Starlink konkurriert hier mit der vergleichbaren Oneweb-Konstellation. Allerdings hat Starlink deutlich mehr Hardware in der Umlaufbahn.

Im Unterschied zum European Aviation Network, das als Air-to-Ground-Netzwerk ebenfalls mit niedrigen Latenzen arbeitet, ist Starlink prinzipbedingt zudem nicht auf eine Region beschränkt. Durch regionale rechtliche Bestimmungen kann es freilich trotzdem zu Einschränkungen kommen. Starlink bietet aber technisch sogar Gate-to-Gate-Connectivity. Die Internetverbindung kann dann schon beim Rollen, beim Start oder noch bei der Landung verwendet werden. Das ist aber nur in wenigen Ländern zugelassen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören nicht dazu. In Deutschland ist das laut Starlink aber erlaubt.

Zu den Geschwindigkeiten äußert sich Emirates nicht. Laut Starlink können Passagiere aber hohe Bandbreiten erwarten. Zwischen 135 und 310 MBit/s sind pro Flugzeug möglich. Das dürfte bei einer durchschnittlichen Nutzung im Flugzeug meistens selbst für Streaming reichen. Netflix empfiehlt für 720p-Streaming beispielsweise drei MBit/s. Youtube verlangt für diese Qualitätsstufe etwa 2,5 MBit/s.

Die Latenz wird mit weniger als 99 ms angegeben. Wahrscheinlich sind deutlich bessere Werte typisch. Fluktuationen sind aber nicht ungewöhnlich bei Satelliten-Internet.

Zudem will Emirates über Starlink den Empfang von Live-TV ermöglichen. In den ersten Wochen ist das auf persönliche Geräte eingeschränkt. Zum Jahreswechsel gibt es dann den Dienst auch auf den Bildschirmen des Inflight Entertainment Systems.

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