Dubai hat infolge der Iran-Krise alle ausländischen Fluggesellschaften auf einen täglichen Hin- und Rückflug zum Dubai International Airport (DXB) sowie zum Flughafen Al Maktoum (DWC) beschränkt. Die Maßnahme gilt bis zum 31. Mai, wie aus einem internen Schreiben von Dubai Airports an die Airlines hervorgeht, das der Nachrichtenagentur "Reuters" vorliegt.
Es handelt sich um eine Verlängerung der Kapazitätsbeschränkungen, die bereits nach Beginn des Krieges eingeführt worden waren. Zusätzliche Slots sollen erst wieder freigegeben werden, wenn es die Lage erlaubt.
"Die Carrier bleiben auf eine Rotation pro Tag beschränkt, bis die Kapazität mehr zulässt", hieß es in dem Schreiben. "Zusätzliche Slots werden zugeteilt, wenn Kapazitäten verfügbar sind." Dubai Airports und das Medienamt des Emirats reagierten auf wiederholte Anfragen nicht.
Europäische Airlines streichen alle Dubai-Flüge
Lufthansa, British Airways und Singapore Airlines haben als Reaktion auf die Einschränkungen alle Flüge nach Dubai bis mindestens 31. Mai gestrichen. Die Carrier profitieren dabei von einer starken Nachfrage auf anderen Strecken: Sie bauen ihr Angebot auf direkten Asien-Europa-Verbindungen aus.
Von den Beschränkungen ausgenommen sind die Heimcarrier Emirates und Flydubai, die weiterhin hunderte tägliche Flüge ab Dubai abwickeln, wie Daten von "Flightradar24" zeigen. Die Regelung gilt damit ausschließlich für ausländische Fluggesellschaften.
Flydubai erklärte auf Anfrage, ihre Flugpläne seien von den zuständigen Behörden genehmigt worden. Emirates äußerte sich nicht.
Das schafft ein ungleiches Wettbewerbsumfeld am wichtigsten Drehkreuz des Nahen Ostens. Der Dubai International Airport gilt normalerweise als verkehrsreichster internationaler Flughafen der Welt. Die effektiven Kapazitäten für ausländische Carrier bedeuten lediglich 30 oder 31 Flüge pro Monat – statt der ursprünglich geplanten Hunderte von Verbindungen.