Die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn verfügen seit wenigen Tagen über eine Drohnenerkennung. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS). An den beiden Flughäfen in Nordrhein-Westfalen sei das System Ende September in Betrieb genommen worden. Zuvor hatte der WDR berichtet.
Das System soll die technische Grundlage für eine schnellere Bewertung der Lage und eine enge Zusammenarbeit der zuständigen Stellen schaffen. Die DFS ist nach Angaben des Ministeriums für die technische Erkennung zuständig. Ob und wie gegen eine Drohne vorgegangen werde, entschieden die dafür verantwortlichen Sicherheitsbehörden.
Auch am Flughafen Berlin Brandenburg nahm die DFS ein System zur Drohnendetektion in Betrieb, wie das Bundesverkehrsministerium am Mittwoch mitteilte. "Ziel des Systems ist es, dass wir Drohnen im An- und Abflugbereich frühzeitig erkennen", so die DFS. Aus Sicherheitsgründen werde man keine Details über die Funktionsweise des Systems nennen.
Weitere Flughäfen sollen folgen
Im Laufe des Jahres sollen sukzessive weitere internationale Verkehrsflughäfen mit entsprechenden Systemen für die An- und Abflugbereiche ausgestattet werden.
In den vergangenen Jahren kam es zu einem Anstieg der Drohnensichtungen im Nahbereich der Flughäfen. Dies führte in Einzelfällen auch zu Unterbrechungen des Flugbetriebs.
Im ersten Halbjahr wurden am Flughafen Berlin Brandenburg so viele Drohnen gesichtet wie an keinem anderen deutschen Flughafen. Der Tower in Schönefeld registrierte nach DFS-Angaben 28 solcher Flugobjekte, eine Sichtung mehr als im selben Zeitraum in Frankfurt. In sieben Fällen musste der Flugverkehr am Hauptstadtflughafen deswegen vorübergehend unterbrochen werden.