Die deutschen Verkehrsflughäfen haben im September 21,7 Millionen Passagiere abgefertigt und damit exakt so viele wie im Vorjahresmonat. Das geht aus der Monatsstatistik des Flughafenverbands ADV hervor. Die Zahl der gewerblichen Starts und Landungen sank im selben Zeitraum um 1,2 Prozent auf knapp 172.700.
Verglichen mit September 2019 fehlten rund 2,5 Millionen Reisende. Das Passagieraufkommen erreichte damit 89,5 Prozent des damaligen Werts. Beim Flugangebot lag die Quote mit 82,2 Prozent noch niedriger.
Gegenüber August ging die Zahl der Passagiere um rund 719.000 zurück. Die ADV teilte mit, ein entscheidender Faktor sei das abermals gesunkene Angebot der Airlines. Nach dem Ende der Sommerreisezeit führten vor allem die Streichungen auf Inlandsstrecken zu weniger Fluggästen.
Europaverkehr liegt erstmals über 2019
Auf innerdeutschen Verbindungen flogen im September 2,2 Millionen Passagiere. Das waren 5,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gemessen an September 2019 erreichte das Segment nur noch 51,7 Prozent.
Zulegen konnte allein der Europaverkehr. Mit 15,7 Millionen Passagieren wuchs er um 1,1 Prozent. Mit einer Quote von 104,3 Prozent lag er nach Angaben der ADV erstmals über dem Wert von 2019.
Im Interkontinentalverkehr zählten die Flughäfen 3,8 Millionen Passagiere, ein Prozent weniger als im September des Vorjahres. Im Vergleich zu 2019 entspricht das einer Quote von 96,9 Prozent.
In den ersten neun Monaten des Jahres kamen die deutschen Flughäfen auf 163,5 Millionen Passagiere. Das sind 0,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und 14,3 Prozent weniger als 2019. Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen sank um 3,4 Prozent und erreichte 78,9 Prozent des Niveaus von 2019. Damit fehlt nach Rechnung der ADV gegenüber der Zeit vor der Krise jeder fünfte Flug.
Die ADV erklärte, die anhaltenden Streckenstreichungen der Fluggesellschaften begrenzten das Wachstum und belasteten die Erholung des Luftverkehrs dauerhaft. Sie zeigten, wie groß der Druck auf die Branche sei. Zusätzlich erschwerten geopolitische Unsicherheiten sowie die hohen Energie- und Standortkosten die Entwicklung des Marktes.
Luftfracht wächst um 5,8 Prozent
Anders entwickelte sich die Luftfracht. Im September schlugen die deutschen Flughäfen gut 419.000 Tonnen um. Das waren 5,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 9,8 Prozent mehr als im September 2019.
Die eingeladene Fracht stieg um 7,1 Prozent auf rund 215.300 Tonnen, die ausgeladene um 4,4 Prozent auf knapp 203.800 Tonnen. Gegenüber 2019 lagen die Einladungen um 8,1 Prozent und die Ausladungen um 11,5 Prozent höher.
Damit überschritt das monatliche Frachtaufkommen in sieben der ersten neun Monate die Marke von 400.000 Tonnen. Im gesamten Jahr 2025 war das nach Angaben der ADV in sechs Monaten gelungen.
