Airbus Transport International (ATI) hat ihren sechsten und damit letzten neuen Beluga XL übernommen. Das teilte Airbus mit.
Die Tochtergesellschaft von Airbus ist für den Werksverkehr zuständig. Der letzte Neuzugang in der Flotte von ATI ist interessanterweise gar nicht so neu. Das Flugzeug ist seit 2018 als Testflugzeug unterwegs und war das erste der neuen Baureihe.
Das Testflugzeug, das nun zu ATI in die Flotte wechselt, hat in vier Jahren mehr als 800 Flugteststunden absolviert, wie Airbus mitteilt. Piloten testeten das Flugzeug vor allem unter üblichen Betriebsbedingungen. Den Testlauf beendete der erste Beluga XL bereits im vergangenen Jahr. Anschließend wurde das Flugzeug für den regulären Flugbetrieb umgerüstet.
Mit den neuen Beluga-XL-Flugzeugen kann 30 Prozent mehr Fracht transportiert werden, als in der Vorgänger-Beluga möglich war. Während Airbus den Vorgänger auf Basis der A300 konzipiert hatte, ist der Beluga XL auf Basis der A330 aufgebaut.
"Teile, Ausrüstungen und Konstruktionsprinzipien wurden wiederverwendet und wo immer möglich von anderen Airbus-Plattformen übernommen. All dies hat dazu beigetragen, dass der Beluga XL in nur fünf Jahren vom Reißbrett zum Erstflug kam", heißt es in der Airbus-Mitteilung.
Angebot für externe Kunden
Während Airbus Transport International im Werksverkehr für Airbus Komponenten zwischen den verschiedenen Airbus-Werken fliegt, nutzt Airbus die alten BelugaST-Maschinen im Chartereinsatz auch für externe Kunden. Dafür wurde die Airbus Beluga Transport als eigene Airline gegründet.
Airbus hat zuletzt für die alte Beluga-Maschinen sogar ein mobiles Ladesystem entwickelt, das übergroße Fracht auch abseits der auf die speziellen Flugzeuge vorbereiteten Airbus-Standorte in die Beluga-Frachtflugzeuge heben kann. Die Gesamthebekapazität des Systems, das kein zusätzliches Bodenequipment benötigt, aber zum Zielort des Flugzeugs transportiert werden muss, beträgt 35 Tonnen.
Um die Flexibilität der Beluga im Fremdkundeneinsatz zu maximieren, will Airbus zukünftig noch weitere Ausrüstungen für den Betrieb entwickelt. Dazu gehört früheren Angaben zufolge auch ein automatisierter "On-Board Cargo Loader" für Einsätze, bei denen am Ausgangs- oder Zielflughafen keine Be-/Entladeplattform zur Verfügung steht.