Airbus und der Triebwerkhersteller MTU Aero Engines wollen gemeinsam ein abgasfreies Brennstoffzellen-Triebwerk für Flugzeuge entwickeln. Ein gemeinsames Unternehmen soll den neuen Antrieb entwickeln und vermarkten und voraussichtlich ab 2027 den Betrieb aufnehmen, wie beide Unternehmen mitteilten.
"Unser geplantes Joint Venture ist der nächste logische Schritt im Rahmen unserer gemeinsamen Vision eines wasserstoffbasierten Antriebskonzepts für die Luftfahrt", sagte Bruno Fichefeux, Leiter Zukunftsprogramme bei Airbus. Das neue Unternehmen solle den gesamten Lebenszyklus von Brennstoffzellen-Antriebssträngen abdecken – von der Entwicklung über die Erprobung und Zertifizierung bis hin zur Kommerzialisierung.
2025 hätten MTU und Airbus bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet, die nun angekündigte Gründung sei der nächste Schritt. Behördliche Genehmigungen und Gespräche mit den Betriebsräten stünden noch aus.
Batterieelektrischer Antrieb gilt in der Luftfahrtindustrie wegen des hohen Gewichts der Batterien als ungeeignet für größere Flugzeuge. Brennstoffzellen erzeugen dagegen Strom an Bord durch die elektrochemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff, wobei Wasserdampf entsteht.
Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll nach Angaben der Unternehmen nicht nur den Brennstoffzellen-Antrieb bis zur Marktreife bringen, sondern auch eine übergeordnete Botschaft senden: MTU und Airbus wollen europäische Technologieführerschaft bei dieser Antriebstechnologie demonstrieren. Beide Unternehmen haben nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bereits an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Triebwerken gearbeitet. Airbus konzentriert sich bei der Entwicklung vollelektrischer Flugzeugantriebe insbesondere auf diese Technologie.