Air France-KLM und die Lufthansa Group müssen ihre verbesserten Angebote für eine Minderheitsbeteiligung an Tap Air Portugal bis Mittwoch vorlegen.
"Die beiden Bieter werden bis Mittwoch verbesserte Angebote einreichen", sagte der portugiesische Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz auf einer Tourismuskonferenz. Zum Verkauf steht ein Anteil von 44,9 Prozent an der staatlichen Fluggesellschaft.
Nach Angaben des Ministers hat die staatliche Beteiligungsgesellschaft Parpublica anschließend rund 15 Tage Zeit, um die Angebote zu prüfen und einen Bericht für die Regierung zu erstellen. "Bis Mitte Oktober wird die Regierung ihre Entscheidung bekanntgeben", sagte Pinto Luz.
Erste Gebote galten als gleichwertig
Die Regierung hatte beide Konzerne Anfang September aufgefordert, ihre Offerten nachzubessern. Die im Juli eingereichten bindenden Angebote, deren Inhalt nicht offengelegt wurde, hatte sie nach der Bewertung durch Parpublica als weitgehend gleichwertig eingestuft. Einen bevorzugten Bieter konnte sie auf dieser Grundlage nicht bestimmen.
Neben den 44,9 Prozent sind weitere fünf Prozent der Anteile für die Belegschaft reserviert. Der siegreiche Bieter erhält die Option, Aktien zu übernehmen, die die Mitarbeiter nicht zeichnen. Die übrigen Anteile bleiben beim Staat.
Für die Bieter sind vor allem die Start- und Landerechte von Tap interessant, die das Drehkreuz Lissabon mit Brasilien, den portugiesischsprachigen Ländern Afrikas und den USA verbinden. Die Regierung verlangt vom künftigen Partner zudem, neben Lissabon auch die Anbindung von Porto, Faro, den Azoren und Madeira zu stärken. Beim Zuschlag soll nach früheren Angaben von Pinto Luz nicht allein der Preis entscheiden.