Die US Air Force plant, eine von Katar geschenkte Boeing 747 bis zum 4. Juli als Ergänzung der Air-Force-One-Flotte bereitzustellen. Das berichtete Reuters unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und eine mit dem Programm vertraute Person.
Die Maschine hat den Umbau und Flugtests abgeschlossen und wird derzeit lackiert, teilte die Air Force mit. Zudem soll eine mögliche Übergabe bereits am 14. Juni – dem Geburtstag von Präsident Donald Trump – geprüft werden.
Das Weiße Haus hatte das Luxusflugzeug 2025 von der katarischen Königsfamilie angenommen. Das Unternehmen L3Harris wurde mit dem Umbau beauftragt, der Sicherheitsaufrüstungen, verbesserte Kommunikationstechnologie sowie Raketenabwehrsysteme umfasst.
Der Listenpreis der 13 Jahre alten Maschine wird mit 400 Millionen Dollar (rund 340 Millionen Euro) angegeben. Die Annahme des Geschenks hat unter Demokraten Kritik ausgelöst, die einen Interessenkonflikt sehen. Trump hat die Einwände zurückgewiesen.
Offizielles Ersatzprogramm stark verzögert
Das reguläre Ersatzprogramm für die Air-Force-One-Flotte – Boeings Umbau zweier 747-8 in neue Präsidentenflugzeuge – liegt vier Jahre hinter dem Zeitplan. Eine Lieferung wird erst Mitte 2028 erwartet.
Die ursprünglich 2018 für 3,9 Milliarden Dollar vereinbarten Kosten sind auf über fünf Milliarden Dollar gestiegen, Boeing verbuchte 2,4 Milliarden Dollar an Belastungen aus dem Projekt.
Im Dezember erwarb die Air Force zudem zwei ehemalige Lufthansa-Boeing-747-8 für 400 Millionen Dollar – eine als Trainingsflugzeug, eine als Ersatzteilträger.