Die Aeroflot Group steht nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Sergej Alexandrowski kurz vor dem Abschluss eines Vertrags über 90 zusätzliche Flugzeuge vom Typ MS-21-300. Das teilte er der Zeitung "Kommersant" mit. Nur wenige Zuvor hatte die russische Fluggesellschaft bereits 18 Maschinen dieser Variante fest bestellt.
Der Vorstandsvorsitzende der UAC United Aircraft Corporation, Vadim Badecha, bestätigte, dass ein entsprechender Vertrag mit der Fluggesellschaft grundsätzlich vereinbart sei. Offen sei jedoch weiterhin die Finanzierung. Die UAC gehört zum russischen Luft- und Raumfahrtkonzern Rostec.
Bereits Ende Juli hatte die russische Regierung mitgeteilt, die Finanzierung für die 18 fest bestellten Maschinen sei gesichert. Ministerpräsident Michail Mischustin kündigte an, der Staat werde einheimischen Fluggesellschaften und Leasinggesellschaften, die in Russland gebaute Flugzeuge übernehmen, vergünstigte Finanzierungskonditionen anbieten. Nach Darstellung der Regierung sollen die Maßnahmen Produktionsverzögerungen bei der MS-21-300 verhindern und die geplante Produktionsmenge bis zum Jahr 2035 absichern.
Nach Angaben von "CH-Aviation" rechnet die Aeroflot Group insgesamt mit rund 200 dieser Schmalrumpfflugzeuge im Mittelstreckensegment. Die 18 bereits bestätigten Maschinen befinden sich derzeit in unterschiedlichen Fertigungsstadien beim Hersteller Jakowlew am internationalen Flughafen Irkutsk.